Montag, 20. November 2017

Aufklärung (7)- Das Pubertier- eine außerirdische Spezies?!

Wenn man sich so in unserer Gesellschaft umhört, den tausenden Erziehungsratgebern in den Geschäften Glauben schenkt und den fast panischen Eltern, deren Kind kurz vor Eintritt der gefürchteten Pubertät steht in die Augen sieht, dann müsste man meinen, dass PUBERTÄT eine Seuche ist, die nicht einzudämmen ist und aus dem harmlosen, braven, gehorsamen Kind einen mutierten Godzilla macht.

Aber ich glaube fest daran, dass wir Eltern (gerade in Verbindung mit Gott und seinem --> weisen Ratgeber) nicht unbedingt Angst vor dieser Zeit haben müssen.

NATÜRLICH wird es heftige Stürme und Phasen in diesem Alter geben, denn aus einem Kind wird ein erwachsener Mensch! 
Das ist kein Spaziergang, der an einem Tag gegangen ist.

NATÜRLICH wird es Rebellion geben, dann ein Kind möchte eigene Gedanken und Ideen leben und hat dabei wenig Einsicht und Weitsicht, um in Weisheit und Liebe zu reagieren. 

Und zu guter Letzt: NATÜRLICH wird der Teenager dann und wann die Eltern beschämen und blamieren, denn: Er/Sie ist ein SÜNDER, der die Gnade Gottes braucht.


Aber ich widerspreche vehement, dass ein Kind erst durch die Pubertät zu dem wird, was es dann nur stürmischer und rebellischer zeigt.

 Die Hormone spielen zwar verrückt und müssen sich erst einpendeln. 
Beim einen Kind merkt man mehr Schwankungen und Symptome, beim anderen läuft es regulierter im Körper ab und das Kind kommt besser mit den Veränderungen zurecht.

ABER: Hormone "pflanzen" nichts Neues in das Kind ein, sondern es kommt nur mit aller Macht raus, was seit eh und je im Kind geschlummert hat!

In --> 2. Tim. 2,22  kann man lesen, dass jedes Alter seine eigenen Begierden und Sünden und Stolperfallen hat. Demnach hat nicht nur der Teenager Probleme und Versuchungen!

Daher möchte ich dafür sprechen, dass man die Pubertät nicht als Kampf gegen hormonell gesteuerte Kinder lebt und dieser Lebensphase damit einen schrecklichen Ruf auferlegt(GANZ ZU UNRECHT!), sondern ich möchte dazu ermutigen, dass man diese Lebensphase als Kampf um das Herz des eigenen Teenagers sieht, in der man unzählig viele Chancen erhält, das Kind für das Leben zu rüsten.

Es braucht weder Überlebensstrategien der Gesellschaft, noch mitleidige Blicke und auch keine Erleichterung, wenn Eltern und KInd diese Phase einigermaßen "heile" überlebt haben.

Nein, Nein, Nein!
Diese Jahre sind großartig!
Anstrengend, aber TOLL!

Denn auch ich als Mutter lerne in dieser Entwicklungsphase meines Teenagers eine Menge über MICH und MEIN HERZ.

Während ich um das Herz meines Teenagers kämpfe, geht es um seinen/ihren Glauben, Reinheit, Götzen und Prioritäten.

Und in diesem Kampf geht es auch vor allem um den Kampf von Reinheit, Glauben, Götzen und Prioritäten in meinem Herz!

Denn so positiv ich die Lebensphase sehe, dass aus einem Kind ein erwachsener Mensch hervorkommt, so ist es doch eine Phase, in der ich viele Entscheidungen treffen muss, die offenbaren, WER auf meinem Platz 1 im Leben steht.

Was ist meine Motivation, wenn ich meinem Teenager zornig schimpfe, weil er mich bloßgestellt hat?

Wie würde ich reagieren, wenn nicht MEINE Scham durch das bloßstellen mein Antrieb wäre, sondern Gott als Werkzeug zu SEINER Verherrlichung und Gnade an meinem Kind mein Motor und Motivation wären?

Und so gibt es viele Situationen im Alltag mit Endlosdiskission, Nörgelei und Unzufriedenheit mit dem Teenager, wo ICH mich beschämt fragen muss:

WAS IST MEINE MOTIVATION?

Gottes Ehre oder meine Ehre?

Wenn ich meine Ehre verletzt sehe und nur deshalb an dem Verhalten meines Kindes rumdoktore, dann werde ich schnell Früchte hervorbringen, die MEIN Herz und MEINE Motive aufzeigen:

Selbstgerechtigkeit, Ungeduld, Unversöhnlichkeit, Lieblosigkeit, Kleinglauben, Verlangen nach Bequemlichkeit und Ruhe... usw! 

Genau wie die Hormone beim Teenager nur sein wahres Herz aufzeigen, so zeigt mein Teeanger in MEINEM Leben, was in meinem Herz noch so für Baustellen sind.

Ich möchte NICHT den gesellschaftlichen Weg des Zynismus und Schreckens einschlagen, sondern voller Mut und Freude diese Lebensphase als Chance annehmen, mit Gott als Basis.

Sowohl für meinen Teenager, als auch für mich! 

Mittwoch, 15. November 2017

Die gute alte Zeit...

  ... oftmals ist mit dem Blick zurück ALLES besser gewesen und man schwelgt in Nostalgie und 
Seufzen.

Aber sollten wir nicht vielmehr im HIER und JETZT Dankbar und Glücklich sein, in dem Wissen, dass uns ALLE Dinge zum Wachstum, Lernen und zur Verherrlichung Gottes dienen?

Trotzdem schwelge ich auch gerne in alten Zeiten und liebe die Gerüche und Eindrücke aus den "guten alten Zeiten"!

Diese Fotos sind aus einem Freilichtmuseum, in dem Originalbauwerke aus der Region mühsam abgebaut wurden und dann im Museum in detailgetreuer und denkmalgerechter Bauweise wieder aufgebaut wurden.





















































































Freitag, 10. November 2017

Sparsamkeit- Ganz praktisch (4)

Schöne Bunte Knete zum Selbermachen

Knete ist nicht gleich Knete.

Wer Mama ist, der weiß das!

Wer Spaß dabei haben möchte, der greift tiefer in die Tasche um die teure Markenknete von P...D... zu kaufen. Die ist wirklich toll und superweich und angenehm zum kneten! Und macht auch nicht so seltsame Schmierflecken wie billige NoName Knete auf den Tischen!
 Zudem kann man die Krümel der teuren Knete ganz einfach von Böden und Teppichen entfernen, ohne Reste und Rückstände! 

ABER, wie gesagt, dies wird ein Spartipp!


  

Ich mache meine Knete selbst und die kam sowohl am Kindergeburtstag als auch im Alltag super an!

GRundrezept:

450 gramm Mehl
240 gramm Salz (ohne Zusätze!)
2-3 EL Öl
300 ml heißes Wasser
20 gramm Natron
Lebensmittelfarben

Vermischt alles bis auf die Farben und teilt den Teig dann in so viele Portionen, wie ihr Farben wollt. Falls der Teig zu klebrig oder fest sein sollte, dann Mehl oder heißes Wasser zufügen. Soll sich angenehm formbar und nicht klebrig anfühlen!

Zum Färben benutze ich -> Wilton Lebensmittelfarbe. Die ist nicht billig, aber dermaßen ergiebig, dass sie seit 5 Jahren in meinem Besitz ist und noch NIE ALLE geworden ist! 
Und somit ist sie deutlich günstiger (billig ist nicht immer günstig!) wie schlechtfärbende Lebensmittelfarben aus dem Supermarkt, wo man Unmengen braucht und trotzdem nur pastellige Töne rauskommen!


  

Diese Lebensmittelfarben sind definitiv nicht als "gesund" einzustufen, aber um Knete zu machen, oder dann und wann eine Themen-Torte zum Geburtstag zu gestalten absolut OK.

So kann man an Regentagen und Geburtstagen, die ins Wasser fallen, Kiloweise Knete unter die Kinder bringen und das ohne ein Vermögen für teure Markenknete auszugeben!

Kam bei unseren Kindern und Besuchern immer wieder gut an! 

Die Knete kann luftdicht verpackt (ich benutze gerne ausgewaschene alte Eisdosen oder Joghurteimerchen) längere Zeit an einem kühlen Ort aufbewahrt werden! 

Freitag, 3. November 2017

Fremdbetreuung unserer Kinder

Das Thema "KITA, Kindergarten und Fremdbetreuung" lässt mich momentan nicht los, weil unser "Nesthäkchen" nun 2 1/2 Jahre alt ist und wir über die Frage des Kiga mit 3 1/2 nachdenken (nächsten Spätsommer).

Zum einen gibt es heutzutage kaum Alternativen, um Kindern (gerade aus kleinen Familien oder Familien mit Kindern mit großem Altersabstand) Kontakte mit anderen Kindern anzubieten.

Zum anderen steigen die Lebenshaltungskosten (Als wir vor 14 1/2 Jahren heirateten kostete eine Packung Nudeln 25ct und Butter 59ct und passierte Tomaten 25ct; wir hatten wenig Geld und so habe ich mir einige Preise sehr gut gemerkt!) und zum anderen wird der gesellschaftliche Druck des Konsums und Luxusgütern immer größer (Dem wir uns nicht blind beugen wollen, aber man kann die Kinder auch nicht wie im Mittelalter großziehen und sie völlig aus der Gesellschaft abschatten, sondern gesunde und angemessene Mittelwege finden)!

Gerade in der unteren Mittelschicht und mit mehreren Kindern muss man jeden Euro umdrehen und sparsam leben, um sich hier und da ein wenig was außer der Reihe leisten zu können.

Wer nicht vom Staat leben möchte und nicht ergänzend Sozialleistungen beziehen möchte, der kommt mit einem Gehalt als Familie nicht mehr weit. 

Zudem muss man auch den Stempel "asozial" aushalten können, wenn man für Klassenfahrten und Bildungs- & Vereinsbeiträge Hilfeleistung vom Staat braucht und für die Anträge in der Schule Formulare ausfüllen lassen muss.

Da ist man manchmal wirklich in Versuchung, die Kinder früh abzugeben und die Zeit zum Geldverdienen zu nutzen.

Das finde ich absolut verständlich und verlockend!

Und trotzdem haben wir bewusst bei jedem Kind entschieden, dass es mindestens drei Jahre ausschließlich durch uns betreut werden soll und dann entwicklungsorientiert entschieden wird, ob es die Reife für den Kindergarten hat.

Die Entwicklung und Bindung zu unseren Kindern gibt uns bisher Recht, dass wir uns da für unsere Familie genau richtig entschieden haben...

... auch wenn hier und da das Kleingeld fehlt für Urlaub, teure Ausflüge und Luxusartikel, können wir voller innerer Ruhe und Frieden sagen, dass wir absolut eine zukunftsorientierte Entscheidung getroffen haben. 

--> HIER findet ihr einen guten Artikel, der aus entwicklungswissenschaftlicher Sicht über frühe Fremdbetreuung  und ihre Folgen in Körper und Seele der Kinder berichtet.

Samstag, 28. Oktober 2017

Halloween- alle Jahre wieder dieselbe Frage...

Süßes oder Saures?!


Dieses Fest keltischen Ursprungs gibt es seit ca. 2200 Jahren. 
Während man es heute „nur“ unter einem Ersatzfest für das Laternenfest sieht, an dem man Süßes erbeuten kann, war es früher ein Fest zum Ende des Sommers und zum Einläuten der kalten, dunklen Jahreszeit.

Die Rituale dieses „Festes“ waren grausam und voller Angst durch okkulte Sagen, Bräuche und Opfergaben (kleine Kinder) um die Götzen und Druiden zu besänftigen. 

Um sich vor Geistwesen zu schützen, haben Menschen sich verkleidet und Masken angezogen. 
Gruselig und grausam ist dieses Fest gewesen. Selbst nachdem die Christianisierung der nordeuropäischen Länder erfolgte, konnten diese Bräuche und Feste nicht ausgemerzt werden und wurden in abgewandelter „christlicherer“ Form als Feiertage „Allerheiligen“ und „Allerseelen“ eingeführt.

Eigentlich sollte man meinen, dass solche grausamen, angsterfüllten und okkulten Feste damit endlich ein Ende haben sollten. Allerdings werden immer mehr heidnisch-religiöse Feste in eine unterhaltsame Kultur verwandelt und schon Kinder werden spielerisch mit Ritualen und Späßen rund um diese okkulten Bräuche in Kontakt gebracht und der wahre Hintergrund verharmlost und verschleiert. 

Aber die unsichtbare Welt ist kein Spielplatz! Es ist eine absolute Täuschung, wenn wir uns das Fest von Spiritisten und Satanisten als ein lustiges Verkleidungsgruselfest mit Süßigkeiten „verkaufen“ lassen.

„Das nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt oder Wahrsagerei, Hellseherei, geheime Künste oder Zauberei treibt oder Bannungen oder Geisterbeschwörungen oder Zeichendeuterei vornimmt oder die Toten befragt. Denn wer das tut, der ist dem HERRN ein Gräuel, und um solcher Gräuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, die Völker vor dir.“ (5. Mos. 18,10-12)

Wer mehr Informationen und Hintergrundwissen zu diesem Thema sucht, dem kann dieses Aufklärungsheft empfohlen werden:

Lange, T. (2013): Süßes oder Saures? Halloween, Buchhandlung Bühne, Meinerzhagen.

Montag, 16. Oktober 2017

Gesetzlichkeit und Gnade in der Elternschaft


Wir Eltern kennen das Evangelium. Und wir kennen die Kämpfe und Strapazen (natürlich neben den Freuden und wunderschönen Momenten) der Elternschaft. 
Auch, dass wir die Kinder unterweisen und lehren sollen, ist uns Eltern nicht neu oder fremd. 
Aber das Prinzip „Gottesfurcht statt Menschenfurcht“ (Evangelium statt Gesetzlichkeit) mitten in die Kindererziehung reinzunehmen und anzuwenden, das ist uns persönlich nie so alltags- und praxisnah klar geworden.

Jede Alltagssituation (vor allem die stressigen Situationen!) gibt uns die Entscheidungsmöglichkeit, ob wir aus Zorn, Genervtheit, Ungeduld, Lieblosigkeit, Menschenfurcht usw. handeln und reden oder, ob wir uns aus Gottesfurcht für eine Handlungsweise entscheiden (disziplinieren), die dem Evangelium und dem Gottes Willen entspricht und ihn ehrt. 

Ganz offen gesagt, gelingt uns das besonders gut, wenn die Sonne scheint, alle Kinder gehorsam und ordentlich durch den Tag gehen, liebevoll und respektvoll miteinander umgehen und die Kinder uns nicht vor anderen Menschen blamieren oder bloßstellen. Aber der Alltag sieht manches Mal sooo ANDERS aus!
 
Je nach Kinderanzahl haben wir es mit vielen verschiedenen Charakteren und Verhaltensweisen zu tun. Oft so unterschiedlich, dass wir staunen, dass diese Geschwisterkinder überhaupt miteinander verwandt sein können! 
Und jedes dieser Herzen wird von seiner sündigen Natur getrieben und bringt Herausforderungen im Familienalltag mit sich, muss enttarnt, korrigiert und belehrt werden. Wir merken in diesem Alltag immer wieder, dass es nicht eine Art „Job“ ist, sondern, dass sich in der Erziehung widerspiegelt, was UNSERE Identität in Christus und was unser Evangelium ist. 

Unsere Reaktion auf den zum zehnten Mal umgekippten Trinkbecher, auf den Streit und die Missgunst unter den Geschwistern, auf Fehlverhalten und kindliche Verhaltensweisen, auf herumliegende Spielsachen und matschige Fingerabdrücke und Fußballspuren an den frischgeputzten Fensterscheiben, auf dreckige Fußspuren durch das ganze Haus (weil das Kind zum gefühlt hundertsten Mal die Schuhe nicht ausgezogen hat) zeigt, was in unseren Elternherzen los ist.
 
Nicht die Situation (oder gar das ungehorsame Kind!) ist schuld, wenn wir überreagieren, zornig werden und nicht evangeliumszentriert reagieren. 
Manchmal konzentrieren wir Eltern uns so sehr auf die Korrektur und Änderung des Verhaltens unserer Kinder, dass wir dabei aus den Augen verlieren, dass wir Eltern ebenso Sünder sind, die Korrektur, Vergebung und Gnade durch Jesus Christus benötigen (Eph. 2,8-9).

 Die Situation unserer Elternschaft ist eine riesige Aufgabe und es gibt kaum eine andere Aufgabe, die uns mehr herausfordert als diese Kinder zu erziehen, zu prägen und ihnen das Evangelium in jeder Situation vor Augen zu führen. Denn in dieser Konfrontation mit diesen so süßen und geliebten Kindern, die doch von Geburt an Sünder sind, werden wir mit unserer Motivation, unserem Antrieb (Wurzeln im Herz) und unseren Zielen konfrontiert.
 
Was ist unser Anker in dieser Gesellschaft, die so viele Ziele für korrekte Erziehung, korrektes Verhalten und wichtigen Zielen für das erfolgreiche Kind vorgibt? 
Messen wir uns daran und bewerten unser Leben und das Leben unserer Kinder an Vorgaben und Richtlinien, die Erfolg und Zuspruch garantieren? 
Ist unsere Identität abhängig von Werken und erreichten Zielen? 
Dann sind wir gesetzlich und unser Antrieb ist nicht die Heiligung durch Jesus Christus!

 Strafen wir unsere Kinder, weil ihr Verhalten uns vor den Menschen blamiert und wir um unser Ansehen fürchten, dann sind wir gesetzlich und unser Antrieb ist nicht das Evangelium! 

Erfreuen wir uns an dem guten Verhalten unserer Kinder, sind zufrieden und stolz und fühlen wir uns besser, dass es bei uns friedlicher und gesitteter zugeht als bei anderen Familien und schreiben wir dieses unserer tollen Erziehung zu, so sind wir gesetzlich und haben nicht begriffen, wessen Gerechtigkeit alles gebührt.

Wir als Eltern müssen in jeder Situation unseren Blick auf Gott und seine Gnade richten. 
Gottes Gerechtigkeit ist sowohl über den schönen Familienmomenten als auch über allem Versagen in unseren Familien. 

Statt unsere Schuld und die Schuld unserer Kinder zu drehen und zu wenden oder sie gar zu nutzen und zu instrumentalisieren, um besseres Verhalten bei den Kindern zu erpressen und zu fordern, müssen wir unsere Schuld zum Kreuz bringen und gegen Gottes Gnade und seine Gerechtigkeit eintauschen. Schuld und Fehlverhalten nur gegen korrektes Verhalten zu tauschen, ist Gesetzlichkeit und wird die Wurzel unserer Sünde und die Wurzel der Sünde im Leben unserer Kinder nie ausmerzen und verleugnet das, was Jesus Christus für uns getan hat.
 
Wir versagen, weil wir unsere uns selbst auferlegten Maßstäbe erfüllen wollen, um für Jesus besser zu sein. Aber die Wahrheit ist, dass wir in den Herausforderungen des Alltags mit Kindern immer wieder versagen und sündigen werden. Unser einziger Weg, diesen Alltag evangeliumszentriert zu leben ist, dass wir jeden Tag, jede Stunde und jede Situation unsere Sünde und Schuld an Gott abgeben und Gnade empfangen und statt unserer Schuld die Gnade und Gerechtigkeit Christi empfangen.

Unser Leben ist eine Predigt und Andacht für unsere Kinder. Sie haben sehr feine Antennen dafür, ob wir das, was wir von ihnen verlangen und ihnen in der Familienandacht lehren, auch selbst leben (z.B. wie wir mit verschütteten Getränken, dreckigen Fensterscheiben oder Kratzern am Auto durch Fahrräder umgehen). 

Selbst, wenn wir versagt haben und unsere menschliche Natur in manch einer Situation unser Verhalten zur Sünde geführt hat, können wir die Situation nutzen, um unsere Kinder auf Jesus hinzuweisen und ihnen vorleben, wie Demut zur Buße vor Gott und Menschen funktioniert und wie Gottes Gnade unser Leben prägt. 

Lasst uns unseren Kindern lehren, dass Sünde uns zum Kreuz treibt. Manipulieren wit sie nicht Sünde zu lassen, weil es vor Menschen nicht gut aussieht, Schande auf die Eltern wirft oder dies und jenes an Folgen nach sich zieht (Gesetzlichkeit!), sondern lehren wir ihnen, dass die Gnade und Vergebung Gottes die Grundlagen für ein segensreiches Leben sind. Diese Aufgabe in der Elternschaft ist möglich, wenn wir uns in unserer Unvermögenheit nach Gott ausstrecken, der größer ist als unsere Sünde und Unvollkommenheit. 

„Er hat auch euch, die ihr tot wart in den Übertretungen und dem unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, mit ihm lebendig gemacht, indem er euch alle Übertretungen vergab; und er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete.“ (Kol. 2,13+14)