Samstag, 31. Dezember 2016

2017

Ein neues Jahr beginnt, das Alte ist vorbei.

Das Neue beginnt, darum wünsche ich jedem, sein Leben zu reflektieren und dass jeder für sich weiß, was wirklich WICHTIG ist.

Ohne viele Worte möchte ich mein im Moment liebstes Lied teilen (mal kein "altmodisches" Lied, wie ich sie sonst sehr liebe...;-)), denn es berührt mich zutiefst, weil ich es glaube, erfahren habe in meinem Leben und Ruhe darin finde, dass es immer so sein wird!

EGAL, was Gott in meinem Leben zugelassen hat (JA, er HAT es zugelassen, es waren keine Zufälle oder dass er ausVersehen nicht hingesehen hat als mir Leid geschehen ist!),er hat mich NIE verlassen oder mich vergessen.

In ALLEM war er da und hat mich getragen und in jedem Moment geführt und gestärkt und GUTES entstehen lassen.

Wer sich nicht darauf einlässt, wird nie begreifen, was es bedeutet in Gott geborgen zu sein und zu richtiger Zeit Kraft und Zuversicht zu bekommen, wo es nicht Widersprüchlicher sein kann.

GOTT verherrlicht sich in ALLEM, wenn wir vertrauen und gehorsam sind.

AMEN.

 (ich mag lieber die ruhigere Version in der Gemeinde, ohne viel drumherum und traraaaa. Aber habe auf die schnelle kein schöneres Video gefunden).


Berge mich in deinem Arm.
Schütze mich mit deiner starken Hand.
Wenn die Meere toben, Stürme wehn,
werd ich mit dir übers Wasser gehen.
Du bist König über Wind und Flut,
mein Herz wird still, denn du bist gut.
Komm, ruh dich aus bei deinem Gott.
Trau auf ihn und seine große Kraft.
Wenn die Meere toben, Stürme wehn,
werd ich mit dir übers Wasser gehen.
Du bist König über Wind und Flut,
mein Herz wird still, denn du bist gut.

Dienstag, 27. Dezember 2016

Geschichte der Russlanddeutschen...

... oder: Warum ich bin wie ich bin!

Ja, ich bin Russlanddeutsche.

Nicht direkt, aber vererbt :-)

Meine Mama wurde 1945 zum Kriegsende geboren und das in Deutschland, mit deutschen Vorfahren im Osten von Deutschland. 

Sie kam nach Russland mit wenigen Lebenswochen, weil die Russen viele Deutsche deportierten in vollgestopften Zügen nach Sibierien zum arbeiten in Zwangsarbeit/Kolchose.

Mein Papa ist in Russland geboren, mitten im zweiten Weltkrieg
Aber auch er ist geboren als Deutscher, mit deutschen Vorfahren im Osten von Deutschlands. Sie verließen aus diversen Gründen Deutschland unter Katharina der Großen, um in Russland arbeiten zu dürfen und frei leben zu dürfen (das änderte sich dann auch irgendwann).

"In Russland war man schnell.  
Mit Einladung von Katharina der Großen kamen viele Menschen freiwillig, um die großen Flächen ungenutzen Landes zu bewirtschaften, oder unfreiwillig, nach dem Krieg als billige Arbeitskräfte unter schweren und menschenunwürdigen Umständen.
In, während und nach dem Krieg waren auch die einst freundlich empfangenen Deutschen dann nicht mehr so freundlich angenommen und das Blatt wendete sich.


Im 18. Jahrhundert waren große Teile des russischen Reiches noch unbesiedelt, obwohl sie sich gut für die Landwirtschaft eigneten und nach Ansicht der russischen Zaren auch erschlossen werden sollten. 

Die Ansiedlung der ersten Kolonisten begann mit dem Amtsantritt der Zarin Katharina II. 1762 erließ sie ein Manifest, in dem sie alle Ausländer einlud, sich innerhalb der Grenzen des riesigen Zarenreiches niederzulassen. Diese Einladungsschrift, der in den Jahren danach weitere folgten, wurde an den verschiedenen Höfen Nord- und Mitteleuropas verbreitet. Sie bot Auswanderungsinteressierten eine Reihe von Privilegien als Anreiz. Dazu gehörten das Recht auf freie Religionsausübung, Befreiung vom Militär- und Zivildienst, befristete Steuerfreiheit, regionale Selbstverwaltung und Reisegeld. 
 Zudem stellte man günstige Kredite für den Hausbau und die Anschaffung von Vieh in Aussicht.

 Da es allerdings im Hauptinteresse Russlands lag, die siedlungsarmen Gebiete an der Wolga landwirtschaftlich zu kolonisieren, wurde die zunächst unbeschränkt ausgesprochene Einladung durch indirekte Steuerungsmaßnahmen auf diese Gebiete gelenkt. Außerdem sprach man hauptsächlich die Zielgruppe der Bauern an. Die Resonanz blieb erst einmal gering." 1)





"Nach dem Angriff der Wehrmacht 1941 kehrte ein Gespenst aus dem Ersten Weltkrieg zurück: der "innere Deutsche", der nach außen nur vorgebe, zu Russland zu gehören. 

Mit fadenscheinigen Begründungen wurden die Sowjetdeutschen von der Mobilisierung ausgeschlossen. 
Ende August 1941 veröffentlichte die deutschsprachige Zeitung der Wolgarepublik den Erlass des Obersten Sowjets, in dem es hieß, dass die Deutschen "Tausende und Abertausende Diversanten und Spione" im Wolgagebiet gedeckt hätten. 
Die gesamte deutsche Bevölkerung, insgesamt anderthalb Millionen Menschen von der Wolga, aus der Ukraine und dem Baltikum, wurden aufgrund dieses Erlasses zwischen 1941 und 1945 in die angeblich "an Ackerland reichen Rayons des Nowosibirsker und Omsker Gebiets, des Altaigaus, Kasachstans und anderer benachbarter Örtlichkeiten" zwangsumgesiedelt und von 1942 an massenhaft in "Arbeitskolonnen" gezwungen.
Nach dem Krieg hofften die Deutschen auf eine Wiederherstellung der Wolgarepublik, doch daran waren die Sowjetführer nicht interessiert – die DDR eignete sich viel besser für die Rolle des "besseren Deutschlands" als der kleine Zipfel zwischen Samara und Saratow. 

So konnte Kanzler Konrad Adenauer dem Kreml bei seinem Moskaubesuch 1955 neben der Rückkehr der Kriegsgefangenen nur kleine Zugeständnisse abtrotzen: Die Meldepflicht für die Verbannten wurde aufgehoben; die Aufnahme diplomatischer Beziehungen ermöglichte ihnen – in Ausnahmefällen – die Auswanderung.
In den folgenden Jahren bewegte sich in der Frage der Wolgadeutschen nur dann etwas, wenn die Kremlführer ihre Beziehungen zu Bonn verbessern wollten: Im Sommer 1964 kokettierte Chruschtschow mit der Idee, den neuen Bundeskanzler Ludwig Erhard als Freund zu gewinnen, und sei es auf Kosten von Walter Ulbricht. Ein Ukas des Obersten Sowjets revidierte dazu den Deportationserlass vom August 1941: "Die pauschalen Beschuldigungen" von damals seien unbegründet gewesen. Vielmehr habe die überwältigende Mehrheit der Sowjetbürger deutscher Nationalität "in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges zusammen mit dem ganzen Sowjetvolk durch ihre Arbeit zum Sieg der Sowjetunion über das faschistische Deutschland beigetragen"."2)





Für mich fühlte es sich als Kind "komisch" an, weil ich (obwohl in Deutschland geboren und sehr integriert aufgewachsen) mich trotzdem nie komplett den anderen Kindern gleich empfunden habe.

Ich konnte noch nie Russisch oder war auch nie nur mit Russlanddeutschen in Kontakt.

Wir wuchsen in einer rein deutschen Neubausiedlung auf und hatten viele deutsche Freunde.

Aber trotzdem waren wir "ANDERS".

Früher war es mir peinlich, weil viele Unwissende Russlanddeutsche als RUSSEN tituliert haben, was eine Beleidigung darstellt!!!

Ich spürte öfter die Unwissenheit der Deutschen, die IMMER in Deutschland gelebt hatten und die Geschichten unserer Kriegsgenerationen schlichtweg nicht kannten. 
Viele kennen bis heute nicht den Unterschied zwischen Russen und Russlanddeutschen

Und das ist mit einer der Gründe, warum mich die Geschichte immer mehr interessiert und ich bin dankbar, dass die Geschichte meiner Vorfahren ein Erbe hinterlässt.

Das Erbe ist, dass wir die Geschichte von Leid, Unterdrückung, Zwangsarbeit, Deportation, Misshandlung/Folter in den russischen Gefängnissen, alleingebliebenen Frauen mit Kindern die versorgt werden mussten, Hunger und Armut auch in den folgenden Generationen spüren.

Selbst MEINE Kinder sagen noch, dass sie sich "anders" empfinden, als die anderen Kinder der Schulklassen. 
Was ich interessant finde, weil selbst ich hier geboren und aufgewachsen bin, hier gelernt und studiert habe und mein Mann ebenso.

Aber ich glaube unsere Lebenseinstellung, Werte und Moral und unser Glaube unterscheidet uns, einfach aufgrund von Erfahrungen die sich unterscheiden und somit Einfluss nehmen(Nicht falsch verstehen! Dies soll keine Herabwürdigung sein, sondern das Wort "Anders" steht wirklich nur für einen Unterschied und nicht für eine Wertung!). Es gibt sogar Studien, worin erforscht wurde, dass Kriegserfahrungen, Unterdrückung und ähnlich traumatische Erfahrungen in vielen Fällen noch in den Generationen danach Folgen haben, einfach weil sie so sehr prägen und Erziehung, Denken, Werte und Weltanschauung beeinflussen.


Diese Familiengeschichte wird von Generation zu Generation erzählt.


Und die Blicke der Kinder werden geschärft für das, was wir Wohlstand und unverdiente Gnade nennen.



Wir sind nicht besser oder schlechter als Menschen in Armut, Krieg und Leid. 
Aber sind beschenkt mit einem reichen Land, sozialer Absicherung und einem Bildungssystem (nicht unbedingt optimal, aber genug um zu leben und es besser zu haben als 90% der restlichen Menschheit).



Wir haben einen echten Glauben gelehrt bekommen, der unsere Vorfahren buchstäblich Kraft zum Leben gegeben hat.



Wir haben eine Geschichte, als DEUTSCHE, deren Vorfahren freiwillig zum arbeiten, oder unfreiwillig als Kriegsgefangene nach Russland kamen. Sie gingen als Deutsche und kamen als Deutsche zurück. Nicht als Russen!




Und es wird Zeit, dass Russlanddeutsche nicht die "Russen" sind. 
Denn das waren die Menschen, die diese Geschichte geschrieben haben mit unseren Familien (Dies soll keinesfalls verbittert oder feindlich klingen, sondern beide Gruppierungen für sich stehen lassen).

Viele deutsche Menschen machten Fehler und folgten falschen Anführern.

Viele russische Menschen machten Fehler und folgten falschen Anführen.

Viele Menschen machen Fehler und folgen falschen Anführern, falschen Träumen, falschen Ideologien und Zielen. 



Ich bin dankbar und glücklich, dass diese Geschichte uns geprägt hat und unseren Glauben lebendig macht und echten Tiefgang gibt.



Danke, Gott, dass Du in jedem Augenblick der Geschichte da warst! 



1)Schneider, J. (2005): Die Geschichte der Russlanddeutschen,  http://www.bpb.de/gesellschaft/migration/dossier-migration/56417/russlanddeutsche?p=all, 07.12.2016.

2) Györgi Dalos (2015): Von Heimat zu Heimat, http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2015/03/russlanddeutsche-auswandern-erster-weltkrieg-perestroika, 07.12.2016. 

Samstag, 24. Dezember 2016

Gesegnete Weihnachten



"Jesus kam zur Erde, 
auf das Friede werde"
























Mit unserer wunderschönen DiY-Krippe nehme ich am Freutag #185 XXL teil, denn sie ist für uns sehr wichtig und bei den Kids beliebter wie der Weihnachtsbaum!

Freitag, 23. Dezember 2016

Warum so Radikal?

Ich weiß, dass sich viele meiner christlichen Ansichten sehr radikal und extrem anhören/lesen.

Ich weiß, dass es auf extrem viel Unverständnis stößt, wenn man die Bibel im Kontext liest und sie wirklich ganzheitlich verstehen und leben will.

Ich weiß, dass die Bibel als altmodisch und Märchen verschrien ist.

Ich weiß, dass es befremdlich ist, wenn man die Gebote der Bibel heute anwenden will.

ABER:

Ich glaube, dass man die Bibel erst bewerten kann, wenn man nicht nur Häppchen liest und meint sie dann bewerten zu können oder verurteilen zu können. Denn der Kontext verändert Dinge meist wesentlich.

Ich glaube, dass es dem Zeitgeist entspricht, sich aus Religionen nur die Rosinen zu picken und dass es kaum noch einen Menschen gibt, der seine Religion ganzheitlich auslebt.

Ich glaube, dass wir nicht unsere Sicht auf die Wahrheit und das, was Richtig ist, nicht nach unten korrigieren sollten, nur weil wir wissen, dass wir den Anspruch eh nicht erfüllen können.

Und so könnte ich ewig weiter schreiben.


Ich für mich möchte die Bibel als Gottes Wort an mich ganzheitlich betrachten und mir nicht die Rosinen rauspicken und den Rest vom Brötchen wegwerfen.

Weil ich glaube, dass ich die Bibel nur aus eigener Unzulänglichkeit reduzieren würde, um mich nicht ganz so schlecht oder sündig zu fühlen.

Und wenn ich nicht mehr den Anspruch an Gottes Wort habe mir für mein Leben Wegweisungen und Inhalt zu geben, dann brauche ich doch auch nicht ein bisschen Mc Donalds Religion. Dann kann ich doch direkt frei nach Schnauze leben, wie man redensartlich sagt. 

Ich glaube, dass Coffee to Go und ein Brötchen auf die Hand nicht ausreichen, um durch ein ganzes Leben zu marschieren. Bildlich gesprochen.



In meinem Studium habe ich auch philosophische Inhalte gehabt. 
Ein Zitat von Kant, was seinen Kategorischen Imperativ beschreibt, hat mich sehr an meine Sicht auf die Bibel erinnert (ich möchte mich weder als Sympathisant von Kant noch seiner Theorien hier hervortun, ich beziehe mich nur auf das Zitat!).

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ 

Kant stützt sich dabei nicht auf eine Religion, sondern auf den gesunden Menschenverstand. Aber ich für mich habe in diesem Zitat die Maxime gedanklich durch Gottes Wort ersetzt. Wenn ich Gottes Wort nicht als Ganzes sehe und danach handeln möchte, dann werde ich nicht mehr Gottes kompletten Plan und gute Absichten erzielen können. Weil ich auch in einer Matheaufgabe nicht Summanden ändern kann, ohne dass es in der Summe auffällt.

Darum bin ich radikal in meiner Ansicht, dass Gottes Wort in seiner Ganzheit für mich wichtig ist.

GANZ oder garnicht ist meine Devise.

Auch, oder gerade WEIL ich weiß, dass ich nicht mal ansatzweise in der Lage bin, Gottes Anweisungen und Lebensratschläge umzusetzen, GERADE deshalb brauche ich Gott.

Gott überbrückt mit seiner Liebe meine Unzulänglichkeit.

Und ich kann nur wachsen, lernen und mich weiter entwickeln, wenn ich eine komplette Übersicht über die komplette Wahrheit (Maxime) habe, die das IDEAL ist!

Wenn ich aber die Bibel reduziere und runter rechne auf mein Niveau, dann brauche ich keine Maxime um mich danach zu strecken und auszurichten. Dann habe ich nur eine Rechtfertigung zu bleiben wie ich bin. Und somit bräuchte ich nicht Gott und auch nicht die Bibel.

Ich hoffe ich konnte es gut erklären.

Es ist ein schweres Thema, aber es ist wichtig, dass man einander versteht und es erklärt, warum man glaubt was man glaubt und wie man es lebt.

Ich bin ein Mensch wie jeder andere.

Ich versage, bin lieblos, ungeduldig, selbstgerecht und habe noch manch andere Macken!

Ich bin ein Versager. Und das sage ich nicht in triefenden Selbstmitleid, sondern als Mensch, der mit sich im Reinen ist und sehr objektiv mit sich und seinen Fehlern umgeht.

Und ich möchte nicht bleiben wie ich bin!

Um es mit Phil. 3,14+15 zu sagen:

"Brüder, ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen hätte. Eines aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist. Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung, die Gott uns in Christus Jesus schenkt." 


Ich DARF anders sein, wie ich eigentlich bin.

Ich DARF wachsen und kritisch auf meine Macken und Fehler blicken.

Ich DARF auf die Perfektion sehen und mich bemühen mich ihr anzunähern.

Ich DARF mich ausstrecken nach dem GROßEN, auch wenn ich es erst erreiche, wenn ich nach meinem Tod ein neues Leben beginne.

ICH bilde mir nicht ein, irgendwas ergriffen zu haben oder etwas erkannt zu haben.
Aber ich WEIß, dass ich mich ausstrecke zu dem, der mich angenommen hat und mich liebt!
DAS ist mein Ziel und Antrieb.   



Montag, 12. Dezember 2016

Mein Mutterherz

"Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus."
 Sprüche 4,23

Dieser Vers aus der Bibel spricht so viel Wahrheit.

Aber wie kann ich mein Herz behüten?

In meinem Buchtipp von --> DIESEM Buch war ein sehr kluger Rat drin, wie ich erkennen kann, was mich wirklich antreibt. Was mir am meisten Befriedigung und Sinn und Selbstwert gibt...

... nämlich das, was mich am meisten in Streß versetzt.

Beispiel: 
Wenn ich vorm einkaufen total gestresst bin, wie meine Kinder aussehen, was sie tragen, ob sie gekämmt sind und wirklich ihre schicken Sachen tragen und ich deshalb Hektik und Terror verbreite... dann kann es sein, dass mir Blicke und Bewertungen anderer Menschen extrem wichtig sind.

Oder wenn ich nur am zetern und schimpfen bin, weil Krümel beim Essen unter den Tisch fallen, überall mit nem Lappen und Sauger hinter her tigere wo meine Kinder sich bewegen...
dann kann es sein, dass mein Selbstwert über mein piccobello Haus gebaut wird und ich alles dem unterordne.

Das ALLES kann man zusammenfassen unter dem Begriff GÖTZEN/Götter im Herzen von mir als Mutter.

Nicht falsch verstehen: Ordnung, Kinder zu Sauberkeit erziehen, Putzen, Ermahnen usw gehören ALLES zum Leben dazu: ABER das Maß ist dabei entscheidend und wie es in unserem Herzen in der Prioritätenliste aussieht!

Dadurch konnte ich ganz schnell erkennen, was meine persönlichen Götzen sind und kann konkret daran arbeiten und meine Prioritäten ordnen und auch daran erkennen, wie mein geistlicher Zustand ist. 

Ich ermutige Euch, auch mal Inventur in Euren Herzen zu machen. Das ist befreiend und man geht bewusster im Alltag mit seinen Tätigkeiten um und kann gegenlenken, beten und bewusst entscheiden nicht den Götzen den Sieg zu geben und wird beschenkt mit Freude, Friede und Freiheit:

KINDER
sind oft ein Götze in unserem Leben. Wir tanzen wie ums goldene Kalb, wollen alle Wünsche erfüllen und tun vieles, um ein "Ich liebe Dich" zu bekommen. Die Bestätigung und Liebe unserer Kinder sollte uns aber nicht motivieren ihnen alles Recht zu machen. Sondern unser Wissen um das, was für unsere Kinder GUT und RICHTIG ist, auch wenn unsere Kinder uns dann evtl auch mal NICHT so gut finden (Humorvoll sage ich meinen Kindern gerne mal: "Es ist OK wenn Du mich mal zu streng oder nicht so toll findest. Denn würdest Du immer alles SUPER finden was ich mache, dann würdest Du mich "OMA" nennen und nicht "MAMA".")


KONTROLLE
ist oft ein Begleiter, indem wir sicherstellen, dass die Kinder gewisse Ziele erreichen. Oft kompensiert man damit eigene Erfahrungen. Oder versucht Leute damit zu beeindrucken. Eine gewisse Kontrolle ist gut, gerade bei den fauleren Kindern oder Kindern die gerne Schlupflöcher nutzen. Aber was ich meine ist eine Form der Kontrolle, die ein Kind klein hält, nicht in die Eigenständigkeit und selbstständiges Denken und Entscheiden entlässt (natürlich altersentsprechend). Sondern die unsere Kinder an uns bindet und uns das Gefühl gibt, für unsere Kinder die einzige und wichtigste Person zu sein, die alleinige Hilfe und beste Freundin.
Wir dürfen altersentsprechend loslassen und Kinder in die Selbstständigkeit erziehen und sie Erfahrungen machen lassen. Ich darf meine Ängste und Sorgen Gott geben und muss mein Kind nicht in den goldenen Käfig stecken (natürlich auch NICHT das GEGENTEIL! Das versteht sich hoffentlich von selbst!).


Bestätigung
suchen wir Frauen oft, indem wir uns bemühen gesellschaftlich anerkannt zu werden. Ich muss ehrlich zugeben, dass es mir gut tut sagen zu können, dass ich trotz Ausbildung und Studium auf zweitem Bildungsweg erst mal bei den Kindern bleibe. Eigentlich ist es von mir feige! Denn ich berufe mich auf meine Option ohne Probleme Karriere machen zu können und eine Wahl zu haben zwischen Karriere und Kindern. 
Es ist FEIGE, STOLZ und zeugt von fehlender Überzeugungskraft. Ich finde Frauen, die ganz bewusst auf Ausbildung, Job und Karriere verzichten und vollkommen überzeugt sagen dass sie "NUR" Mutter sind und keine Karriere dafür sausen lassen viel viel tougher und überzeugender. Vielleicht stehe ich gesellschaftlich besser angesehen dar. Aber charakterlich ist es arm von mir. Und daran arbeite ich. Weil es sehr menschenfürchtig ist für seine vollste Überzeugung als Vollzeitmama einen Nachsatz sagen zu wollen "ABER ich kann jederzeit in meinen Job zurück". Denn auch ohne das tun wir Mamas den wertvollsten Job zu Hause!


So. Das mal alles zum Mutterherz.
Allein um da immer wieder Inventur zu machen und Prioritäten neu zu gestalten braucht es Zeit und Ehrlichkeit mit sich selbst.

Traut Euch mit anderen Müttern auszutauschen, zu ermutigen und auch auf Probleme hinzuweisen.

Wir Mütter müssen unsere Herzen behüten!  

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Advent, Advent, du schöne Zeit

Jedes Jahr erwarten wir (besser gesagt ICH ;-)) die Adventszeit sehnsüchtig.

Wenn die Tage kürzer werden und draußen ists nass und kalt, dann liebe ich Sternenlampen, Kerzenkränze und allerhand gemütliche Deko.

Darum genieße ich die heimelige Zeit im November/Dezember sehr.

Dieses Jahr wollte ich den typischen Kranz ersetzen und auf Pinterest habe ich gute Ideen und Alternativen gefunden.

Grün-Rot, ganz klassisch ists geworden mit ordentlich Moos!

 Dieses kleine Gesteck kommt auf den Wohnzimmertisch.





 Dieses Gesteck ist für meinen lieben Mann im Büro.





 Und weil offenes Licht im Büro verboten ist, hat er eine LED-Kette drumrum!





 Ich liebe die Farben moosgrün und weihnachtsrot!





 Aus den Resten Steckmoos und Grünmoos ist noch ein Mini-Gesteck geworden in einer Tasse!






 Die beleuchtete Tannengirlande ist mein persönliches Wohlfühlstück. Vier Meter lang reicht es über die ganze Länge unseres Wandregals!





 Und dieser große Adventskranz kommt auf den Esstisch.



  

Dienstag, 29. November 2016

Aufklärung (7)- Ehebruch/Unzucht/Unmoral



Jesus sagt in der Bibel:  

"Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist:<< Du sollst nicht ehebrechen!>>. Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, um sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen (Matth. 5,27&28)."



Ehebruch beginnt nicht erst mit der Tat an sich. Auch die Ausrede vieler Männer und Frauen, sie seien da irgendwie hineingeraten und es kam ganz plötzlich ist nicht korrekt und blendet den Beginn der Schuld aus.



Vor Gott beginnt die sexuelle Reinheit und Treue im Herzen und in den Gedanken. 
Dies ist für mich ein deutlicher Anhaltspunkt, dass vor der eigentlichen Tat eine ganze Reihe von Gedanken, Reizen und Bildern, Filme, Spielereien mit dem oder der Kollege/in und bewusst seine Kleidung, Körper und Auftreten zu benutzen um andere Blicke und Gedanken und Begehren zu wecken stattfindet. 

Seien es Komplimente für andere Frauen als der Eigenen. 
Seien es Likes und Lob/Anerkennung von sich selbst darstellenden und oft selbstverliebten und anreizenden Fotos auf sozialen Netzwerken von Männern zu Frauen und umgekehrt. 
Seien es Romane, die die Phantasie und Sehnsüchte nach einem Mann der romantisch, stark und heldenhaft perfekt ist anregen und die Unzufriedenheit mit dem eigenen Partner schüren. 


Und so gibt es viele, viele Beispiele, wo die Gedanken in Grauzonen geraten und man sich Motive und Beweggründe schönreden kann. 


Aber Gott sieht ins Herz und weiß, was die Wahrheit dahinter ist.



Die Wahrheit hinter den Verführungen und Möglichkeiten uns gut und toll zu fühlen und mit Versuchungen zu spielen ist, dass es schnell Verführung zum Ehebruch ist und die Seele und den Körper beschmutzt und entheiligt. 


In Sprüche 7,27 geht es um eine Frau, die sich verführerisch und spielerisch die Zuneigung und Aufmerksamkeit von Männern sichert: 

"Ihr Haus ist der Eingang zum Totenreich, der hinabführt zu den Kammern des Todes".


 und in Vers 21-23 heißt es: 

"Durch ihr eifriges Zureden verleitete sie ihn und riss ihn fort mit ihren glatten Worten, sodass er ihr nachlief, wie ein Ochse zur Schlachtbank geht, und wie ein Gefesselter zur Bestrafung der Toren, bis ihm der Pfeil die Leber spaltet; wie ein Vogel hastig ins Netz hineinfliegt und nicht weiß, dass es ihn sein Leben kostet!"



Klare Worte, dass Ehebruch in Gedanken beginnt, mit dem unvorsichtigen Umgang mit Versuchung weiter geht und dann verlässt einen der gesunde Verstand und man schreitet zur Tat. 


In den Sprichwörtern Salomos sind viele Weisheiten für den Lebensalltag und im Umgang mit verschiedenen Situationen zu finden, damit man weise und kluge Entscheidungen treffen kann. Folgende Abschnitte sind zu empfehlen: Sprichwörter 4, 1-27; 5, 1-23; 6, 20-35; 7, 1-27.



In Philipper 4,8 steht geschrieben: 

" Im Übrigen, ihr Brüder, alles was wahrhaftig, ehrbar, was gerecht, was rein, was liebenswert, was wohllautend, was irgendeiner Tugend oder etwas lobenswertes ist, darauf seid bedacht!". Daraus kann man die Strategie ableiten uns nicht ständig um unsere Schwachstellen und Gefahren zu drehen, sondern um das was GUT und EHRBAR ist." 



Und in 1. Kor. 6,18 wird ein weiterer Ratschlag gegeben: 

" Fliehet die Unzucht! Jede Sünde die ein Mensch (sonst) begeht, ist außerhalb des Leibes; wer aber Unzucht verübt, sündigt an seinem eigenen Leib." 


Wir sollen nicht versuchen stark zu sein und mit der Versuchung konfrontiert beweisen, dass wir ihr wiederstehen können. Nein, wir sollen weglaufen, fliehen und wo nur möglich Situationen meiden, die auch nur Ansatzweise anzüglich, verleitend oder zweideutig sein können.



SÄE EINEN GEDANKEN, UND ERNTE EINE TAT.

SÄE EINE TAT, UND ERNTE EINE GEWOHNHEIT.

SÄE EINE GEWOHNHEIT, UND ERNTE EINEN CHARAKTER.

SÄE EINEN CHARAKTER, UND ERNTE EIN SCHICKSAL.




Ich muss Entscheidungen treffen, denn die logische Abfolge vom Gedanken über unsere Taten, Gewohnheiten und Charakter sind einfach gegeben. So muss ich immer mit Konsequenzen rechnen und bin NIE unschuldig oder unvorhergesehen in etwas "mal eben so" reingeschlittert.

 

Ich brauche Vergebung und Erneuerung und klare Strategien in meinem Leben.


Ich brauche Disziplin und Ziele und muss mir meiner Überzeugungen bewusst sein.


Und ich brauche die Vergebung und Kraft meines Gottes, um richtige und gute Wege zu gehen und mein Leben und die Leben meiner Familie vor den Folgen von Unmoral, Unzucht und Ehebruch zu schützen.


Die Bibel ist voll mit Ratschlägen, Warnungen und Hilfestellungen.


Auch gibt es viel gute Literatur:


Alcorn, R. (2013): Behüte Dein Herz- Warum es wichtig ist, mit Sexualität richtig umzugehen. 2. Aufl., CLV Verlag, Bielefeld.


Fett, A. (2016): Bevor Du baggerst- Hinweise zum Umgang mit dem anderen Geschlecht, zwischen Versuchung und Verantwortung klarkommen, CLV Verlag, Bielefeld.


Gassman, L. Dr. (2012): Sexuelle Reinheit- ist das möglich?, Orientierung Band 3, Samenkorn Verlag, Steinhagen.


Peckham, C. N. (2010): Fliehet die Sex-Falle, Versuchungen überwinden in einer Welt der Unmoral, Betanien Verlag, Oerlinghausen.