Dienstag, 30. August 2016

Aufklärung (2) - Erziehung- was denn nun?

Es gibt zum Thema eigentlich VIEL ZU VIEL zu sagen, bedenken und schreiben.

Eigentlich fühle ich mich nicht ganz berechtigt JETZT schon (unser ältestes Kind ist erst seit einem Jahr am pubertieren) meine Sicht und Vorstellungen zu beschreiben.

Trotzdem ist das Thema zu wichtig und TROTZ ach so aufgeklärter Welt immer noch ein Thema, welches auf reine Wissensvermittlung über Sexualität an sich und reine körperliche Entwicklung ab der Pubertät begrenzt wird.

Das ist doch TOTAL schade!

Ich beschäftige mich doch schon viel in letzter Zeit mit dem Thema, aufgrund des Alters der Kinder. Und lese auch gern verschiedene Ratgeber oder frage erfahrene Eltern nach ihren Ideen und Ratschlägen im Umgang mit diversen Situationen. 

Ich merke immer wieder, wie stark unsere Erziehung, Wertevermitlung und Vorbild (Sehen und Beobachten machen die Kinder ja doch, EGAL wie sehr wir versuchen unsere Fehler und Macken zu verstecken!) in diversen Bereichen (Geld, Umgang mit Menschen, Reden über Andere, Alltagsgestaltung, Hobbys, Prioritäten...usw!) unsere Kinder prägt und wie groß unser Einfluss doch ist (auch wenn Kinder sehr gern das Gegenteil machen ;-) weil Eltern sind ja alt und wissen nix von wirklich "wichtigen" und "coolen" Dingen ;-)).

Was wir im Alltag und in der Beziehung zu unseren Kindern und auch zum ältesten Kind immer wieder merken ist, dass es doch auch GERADE JETZT in der Pubertät (trotz aller Hormonchaos-Schwankungen und Gefühlsachterbahnfahrten und auch überschießenden Reaktionen --> Pubertät halt)
viele unserer Maßstäbe die wir bewusst und konsequent erzogen haben(Konsequenzen auferlegen für falsches Handeln, Lob & Anerkennung, Grenzen setzen, Freiheiten geben altersgemäß usw), nun eine gewisse Folge im Charakter des Kindes aufzeigen. 

Der Trend heutzutage ist nicht mehr "Erziehung" oder Strafe/Auferlegung von Konsequenzen, sondern begegnen auf gleicher Ebene. "Wir sind Freunde" ist ein Satz, den man immer wieder hört und wo viele positiv zustimmen.

Der Trend heutzutage geht aus meiner Sicht sehr in die Richtung, dass ein hohes Ziel ein allseits zufriedenes Kind ist und dass die Eltern um jeden Preis jederzeit ein Kind möchten, welches ihnen positiv gesinnt ist (Nicht falsch verstehen! Ich freue mich auch auf positives Feedback meiner Kinder. Aber ich würde und werde dafür nicht meine Ideale, Ziele und Werte ändern um diese Resonanz um jeden Preis zu bekommen!)

Für mich ist die Erziehung von klein auf und alles was dazu gehört ein Grundstein zu einer gesunden Aufklärung, zu einem gesunden Selbstbild, zu einem gesunden Menschenbild und zu gesunder Moral, Verantwortung und Wertesystem.

Darum bin ich NICHT eine Freundin von meinen 12-, 8- & 1-jährigen Sprösslingen zu Hause. 

Ich begegne ihnen freundlich, herzlich, liebevoll und liebe sie mit jeder Faser meines Herzens. 

Ich würde für jedes dieser Kinder ohne mit der Wimper zu zucken mein Leben geben.

Und ich bin ihre Mama, die ihnen mit 9 Monaten quälender Übelkeit, Schmerzen und Sorgen das Leben schenken durfte.

Ich habe Freunde und Bekannte, die Erwachsen sind und muss mir keine Freunde suchen, die mir auf freundschaftlicher Basis aufgrund von Entwicklung, Lebenserfahrung und Horizont einfach nicht auf gleicher Ebene begegnen KÖNNEN!

Dadurch lernen meine Kinder, dass das Leben eine ganz Entwicklung ist! Und jedes Alter und jede Lebensphase hält Neues bereit, auf das ich mich freuen darf. Es ist doch was positives, in jedem Alter Erfahrungen und Erlebnisse zu sammeln.

Auch gebe ich ihnen die Sicherheit, dass meine Meinung und meine Vorstellungen und Ziele nicht ein hin und her von Gefühlen und Schwankungen sind. Sie können sich auf mein Wort verlassen.

SELBST WENN ES EIN UNERWÜNSCHTES NEIN IST, ebenso wenn es ein erwünschtes JA ist.

Sie lernen so Beständigkeit und Klarheit und können dadurch in der Pubertät und Zeiten der Irrungen und Wirrungen eine Leitplanke erbauen.

Unsere Leben als Eltern und unsere Art das Leben zu meistern, der Umgang von uns mit Problemen, Gefühlen und Stationen des Lebens spricht eine Sprache.

Unsere Kinder brauchen uns als ELTERN, um Erwachsene werden zu können.

Sie brauchen unsere Hilfe und Anleitungen, um die Stufen des Groß werdens gewissenhaft und Schritt für Schritt zu gehen. Es ist schädlich ihnen den Fahrstuhl anzubieten, aus liebgemeinter aber falschverstandener Liebe.

Die Erziehung und was wir damit in das Kind pflanzen wird sehr deutlich in der Pubertät aufgehen und eine Pflanze wird wachsen.

Dieses Bewusstsein sollte uns Eltern vor Augen sein.
Und JEDER wird im Leben nur das ernten können, was er gesät hat. Sowohl positiv, als auch negativ.

Dazu gefällt mir IMMER wieder folgendes Zitat:

Deine Taten sprechen lauter als Deine Worte.

Samstag, 20. August 2016

Aufklärung (1)- Wann, Wie Wo beginnt es eigentlich?



Aufklärung

Ein großes Wort für viele Eltern, mit dem man sich oft erst befasst, wenn das älteste Kind mit bestimmten Begriffen oder Aufklärungsunterricht konfrontiert ist.

Aber wo beginnt es eigentlich?

Für mich war es auch nicht immer klar, dachte es reicht im Grundschulalter vor dem "großen Thema" damit zu beginnen.

Aber umso mehr ich dazu lese und auch Erfahrungen mit verschiedenen Lebensphasen der Kinder gemacht habe, habe ich ein immer deutlicheres Bild und Einstellung zu dem Thema.

Für mich beginnt Aufklärung bei meiner eigenen Einstellung, Moral, Ethik und Überzeugungen.

Und da spielen viele Fragen und Gedanken und natürlich mein Glaube eine große Rolle.

Wie hat Gott sich Sexualität gedacht?

Wie hat Gott den Menschen geschaffen?

Wer bin ICH?

Warum nur Mann und Frau?

In welchem Rahmen wird Sexualität gelebt?

Gibt es Regeln für Sexualität?

Wozu heiraten?

Welche Grenzen hat Sexualität?

Welche Kleidung und Auftreten ist angemessen für meine Einstellung und Überzeugung?

Ab wann beginnt "Leben"?

Wie stehe ich zu Abtreibung?

Wie stehe ich zu den Untersuchungen in der Schwangerschaft, die unweigerlich und in den meisten Fällen dazu dienen sich FÜR oder GEGEN das Kind zu entscheiden? 

Habe ich meine Entscheidungen und Überzeugungen zu diesem Thema umgesetzt, oder bin ich gescheitert?

Gibt es Dinge die geklärt, besprochen, entschuldigt werden müssen?

Sind wir uns als Ehe- & (potenzielles) Elternpaar EINIG in diesen Fragen?

Dies sind nur ein paar Denkanstösse.

Denn meiner Meinung nach können Kinder doch nur dort gestärkt und sicher Aufklärung erfahren, wo Eltern sich selbst sicher und einig sind in grundlegenden Dingen.

Denn die Identität des Kindes entsteht schon mit der genetischen Festlegung des Geschlechts bei der Zeugung. 

Ab dem Zeitpunkt entwickelt es sich unaufhörlich weiter, bis es am Tag der Geburt als kleines, schreiendes, zerknautschtes Bündel in unseren Armen landet.

Und genau ab dem Moment beginnen wir mit Prägung dieses kleinen Menschleins.

So sehr auch die Gender Mainstream Bewegung dafür plädiert, dass Menschen neutral sind und ihen selbst überlassen werden sollte was sie sein sollen, so sind doch allein durch die Erbanlagen schon so viele Dinge vorgegeben, die ohne massivste Eingriffe NICHT zu revidieren sind.

Und diesen kleinen Menschen begleiten wir in die Selbstständigkeit.

Genau wie Blinde keine Blindenführer sein können, so können Unwissende und Gedankenlose nicht viel Basis geben.

Darum finde ich, dass die Aufklärung meiner Kinder bei MIR/UNS beginnt, indem wir an einer festen und sicheren Basis arbeiten und uns sicher sind, wie wir zu dem Thema stehen.


 

 

Dienstag, 16. August 2016

Regenwetter = Bastelwetter

Da es in den letzten Wochen immer wieder grau, nass und auch recht kühl war, musste eine Beschäftigung her. 

Nachdem die zwei großen Jungs (in den Ferien gibt es öfter noch Übernachtungsgäste) ins Schwimmbad kutschiert worden sind (denn zum basteln ist das von Vorteil, wenn halbstarke Jungs die nicht ausgelastet sind wegen drinne hocken bei Regen :-)), haben die Mädels die Bastelkramschubladen auf den großen Esstisch entleert. 

Das kleine Mädchen war dabei wie ein Wirbelwind dazwischen und wurschtelte mit ALLEM rum, was wir mit 6 Händen nicht schnell wegnehmen konnten. Aber das bisschen Chaos mit aufgerollten Bändern und versteckten Klebestiften war zu verkraften.













Diese Dinge sind unter anderem entstanden:
























Auf Pinterist und im ganzen Internet kann man viele Ideen finden, was man mit kleinen Tortenspitzen so basteln kann.

Uns hat es viel Spaß gemacht! 


Damit melde ich mich beim Creadienstag.

Mittwoch, 10. August 2016

Warum ich glaube....

Das Leben ist "unberechenbar", sagen VIELE.

Aber es ist das Leben, mit allen Höhen und Tiefen.

Mich hat ganz ganz zufällig ein Blog zutiefst getroffen, in einer Situation, wo ich undankbar und einfach unzufrieden war (aus völlig unwichtigen und blöden Gründen).

Wegen NICHTS und WIEDERNICHTS!

Kindergarten eigentlich.

Und dann sah ich diesen Blog...

Wo eine junge Frau mit 5 kleinen, süßen und einfach beschützenswerten Kindern mit ihren Mann gegen Krebs kämpft und der Mann stirbt.

Er stirbt einfach!

Hinterlässt eine junge Frau mit 5 Halbwaisen.

Ich habe geweint.

Bitterlich geweint.

Ich kenne sie nicht, aber ich habe Kinder, und bin selbst Kind gewesen.

Und während ich rumsitze und mich wegen Blödsinn undankbar und unzufrieden um mich drehe...

... dreht sich woanders eine alleinerziehende Frau um 5 Halbwaisen, die ihren Daddy vermissen und zum Teil aufgrund des Alters kaum vermissen können, um Beerdigung, Sarg bestellen und Alltag stemmen.

Und diese Frau hat einen Glauben und eine Stärke ... dass ich tief beschämt bin.

Wie ich unzufrieden und zweifelnd und so unglaublich undankbar sein kann.

Und es bringt mich auf den Boden zurück.

Es lehrt mich so VIELES über meinen Sinn des Lebens, dass ich zutiefst beschämt und dankbar wieder neu meine Lebenslinie orten kann und weiß, wo ich herkomme und wo ich hingehe.

Und ich sehe in ihrem Leben, dass Gott nicht tot ist, sondern lebt und ihr diese übermenschliche Kraft und Stärke und Mut gibt.

Darum glaube ich an Gott, weil auch ich immer wieder erfahre und spüre, dass es eine höhere Macht und Kraft gibt in diesem Leben.

Normal will und werde ich keine Blogs bewerben.

Aber zutiefst berührt und viel gelernt sage ich Euch, dass ihr mal bei


vorbeilesen könnt.

Mich hat es viel geerdet und neu ausgerichtet, was für mich im Leben zählt.

Sonntag, 7. August 2016

Aufklärung in allen Lebensaltern...

Mich beschäftigt das Thema "Aufklärung" immer wieder.

In keinem Bereich ist es so weitreichend und vielseitig und charakterabhängig, wie im sexuellen Bereich.

In keinem Bereich ist die Bandbreite von Möglichkeiten und Vorstellungen größer und lebensentscheidender.

In keinem Bereich ist die Moral und Ethik von größerer Bedeutung.

Denn Hormone und Gefühle starten schon zwischen dem 9. und 11. Lebensjahr und stürzen die Kinder in eine Teilwelt der Erwachsenen, der sie emotional, körperlich, seelisch und auch physisch einfach noch nicht gewachsen sind.

Daher stellt sich immer wieder die Frage:

WIE geht man altersgerecht und trotzdem individuell auf Auklärung ein, ohne Scham zu verletzen oder "schlafende Hunde" zu wecken. Ohne Entwicklung vorzugreifen oder Entwicklung zu fördern.

Es geht mir und uns darum, Entwicklung zu begleiten und Scham und Moral zu wahren, ohne Sexualität als was schlechtes, peinliches oder ablehnenswertes hinzustellen.

Aber dies in einer Gesellschaft zu tun, in der Kinder am besten Gender Mainstream-mässig geschlechtsneutral und wertefrei ohne Tabus aufwachsen sollen... ist eine Herausforderung.

Denn unser Standpunkt zu diesem Thema ist sehr klar und deutlich. Was gerne als "Verklemmt" und "altmodisch" bewertet wird.

Unsere Meinung ist aber, dass Genuss und Freude und Spaß an Etwas keine Frage der Sprengung aller Tabus ist.

Ein gutes Beispiel hat das sehr gut auf den Punkt gebracht...

Nur weil jemand Schokolade und Zucker mag, ist es von Vorteil dieses nicht ohne Regeln und Tabus zu konsumieren und sin ganzes Denken, Streben und Handeln nur darauf zu konzentrieren. Denn das hätte Folgen, die von Übergewicht, schlechten Zähnen und Blutwerten, schweren Erkrankungen und Entwicklungsstörungen geprägt wären. KEINE Eltern mit Verstand gewähren das ohne Grenzen und Regeln. Wieso wird einem aber im Bereich der sexuellen Aufklärung stets Spießigkeit und Verklemmung angeklagt, wenn man auch dort auf seelische Gesundheit und Gegebenheiten achtet?

Dieses Thema ist so weitreichend, dass ich dazu eine Reihe an Beiträgen und Gedanken verfassen möchte.

In JEDEM Alter spielt ein klarer Standpunkt eine Rolle.

Darum beschäftigt Euch damit, damit Eure Kinder klare Antworten und eine offene Gesprächskultur bei Euch lernen können.

GOTT der Herr hat uns mit unserer Sexualität geschaffen, im Rahmen den ER gegeben hat, um uns zu beschenken.

Darum müssen wir es unseren Kindern erklären, um sie zu schützen und ihnen Werte und Prägung zu geben.

Darauf werde ich in weiteren Beiträgen eingehen.

Dienstag, 2. August 2016

Nachdenklich...

In was für einer Zeit leben wir, in der Menschen mit Smartphones virtuelle Monster (Pokemons) jagen und dafür Zeit verschwenden, die sinnvoll genutzt werden könnte?

Liebe Männer,
was reitet Euch, dass ihr für so eine Kinderkacke Zeit habt?
Gibt es nicht nützlicheres zu tun?
Eure Beziehungen, Freundschaften, Ehen, Eltern, Kinder....?
Gute Gespräche mit reifen Menschen, die einem Impulse geben können?
Gute Bücher mit Potenzial für geistige Entwicklung?
Selbst zu schlafen und sich zu erholen macht doch mehr Sinn, als sich von völlig sinnfreien Apps und Spielereien Zeit stehlen zu lassen.

Liebe Frauen,
wozu rennt man Monstern hinterher?
Gibt es nicht mehr, als seine wahren Bedürfnisse, Wünsche und Sehnsüchte mit sinnlosem Gedaddel, Spielerei und Zeit totschlagerei zu unterdrücken?
Ist es nicht Ablenkung von ganz anderen Dingen, die einen dahin treiben wie ein Hund hinter Duftmarken her zu stolpern?
Auch Euch rate ich zu guten Gesprächen mit reifen und lebenserfahrenen Menschen, gute Bücher und Investition in Beziehungen.

Liebe Kinder (und Eltern dieser Kinder),
nicht jedem Wunsch nach Spiel und App und virtuellen Scheinwelten muss man erfüllen.
Das reale Leben ist verwinkelt und aufregend und spannend.
Lernt doch mal wieder ins Leben zu stürmen, OHNE Medien, Internet und ständigen Input.
Benutzt Eure Sinne!
Benutzt Euern Verstand!
Weckt Eure Phantasie!
Lasst Euch nicht gefangen nehmen mit allem was ihr seid und habt.

Gestaltet Eure Leben so tief und fröhlich und voller Beziehung und Kommunikation, dass ihr Eure Anfälligkeit für solche zeitraubenden Spielereien ohne Sinn und Verstand ablegen könnt und für so einen Mist nur müdes Lächeln übrigt habt:

Weil Euer reales Leben VIEL mehr zu bieten hat.

Darüber musste ich VIEL nachdenken, seid mir unterwegs immer öfter Menschen und Gruppen mit Smartphones entgegen kommen und euphorisch jubeln wenn sie was virtuelles gefunden haben.

Vielleicht bin ich zu "old-school".

Vielleicht einfach zu desinteressiert an allen zeitraubenden Medien und Apps.

Vielleicht bin ich zu engstirnig.

Aber ich gebe zu, dass bin ich manchmal gern, weil ich das reale Leben mit allen Sinnen begreifen will und meinen Blick nicht verzerren lassen möchte.

Die Realität ist so wunderbar, da brauche ich keine Beschäftigungstherapie auf niedrigstem Level.

Ich liebe das reale Leben.