Freitag, 30. September 2016

Freitag ist Freutag: DiY

Manchmal sucht man nach Ideen, um bestehende Sachen etwas aufzuwerten.

Nicht immer will man Neues kaufen und Altes ersetzen.

Ich mache es sehr sehr gern mit klebender Spitze und so sieht bestehende Deko und ausrangierte Gläser wieder ganz toll aus!



 Spitze um kleine Windlichter... gibt einen romantischen Touch!



 Einen alten Holzkerzenständer mit naturfarbener Klebespitze.



 Ausrangierte Trinkgläser (war der Rest nachdem nach und nach allerlei kaputt war) mit farblich passender Spitze sind schöne Windlichter!




 Es ist sehr gemütlich, wenn in der Dämmerung Teelichter schimmern!



 Eine riesige Müslischale mit zarter Spitze im Flur ist für KrimsKrams, der im Flurbereich immer so rumliegt...




Feine Spitze an dem Buffetschrank sieht durch die Scheiben schön rustikal und trotzdem fein aus.




Mit diesen Ideen nehme ich am Freutag teil.

 

Freitag, 16. September 2016

Kinder sind ein Geschenk!

Und trotzdem kommt es mir oft so vor, als ob man sich für Geschenke rechtfertigen muss.

Unsere Gesellschaft ist recht Genormt.

Und ALLES was abweicht und gar deutlich abweicht, wird beäugt, bewertet, beurteilt oder zerredet.

Ich bin früh Mutter geworden. Und habe es für MICH/UNS entschieden und wir waren mit unserer Entscheidung im Reinen.

Als junger Mensch hatte ich eine gesunde Form der Gleichgültigkeit gegenüber der Meinung Anderer. Und habe es nie so bewusst wargenommen, wie junge Mütter angesehen oder über sie geredet wird.

Denn es ist einfacher hinter dem Rücken zu reden und zu bewerten.

Als das Spielplatzalter erreicht war, kam es zu "freundlichen" Verhören bzgl. meiner Familiensituation, beruflichen Situation und sogar Fragen, ob mein Kind ein "UNFALL" war!

Als das zweite kam, war ich 4 Jahre älter und so im respektierten Alter für Mutterschaft. 

Das dritte kam nach 11 Jahren. Mit so viel Pause und wieder aus dem Job raus kamen erneut Fragen, ob es ein Unfall war und das drei Kinder ja schon ne Hausnummer sind usw.

Ich bin eigentlich traurig, dass Mütter IMMER in Rechtfertigung sind.

Wenn sie früh Mutter sind...

Wenn sie spät Mutter sind...

Wenn sie trotz Kindern viel arbeiten...

Wenn sie mit Kindern keiner Berufstätigkeit nachgehen...

Wenn sie nur ein Kind wollen...

Wenn sie mehr als zwei Kinder wollen...

Wenn sie große Abstände zwischen den Kindern haben...

Wenn sie Kinder im Jahrestakt bekommen...

 Wenn sie Kinder nicht in die Betreuung schicken...

Wenn sie Kinder unter drei Jahre betreuen lassen...

Und tausend andere Gründe!

Ich habe diese Form der Bewertung und Beurteilung bei Männern untereinander noch NIE bezüglich ihrer Kinder und ihres Familienmangement mitbekommen. Und dass obwohl sie 50% an den Kindern Anteil haben.

Wieso müssen also immer Mütter untereinander so unbarmherzig und wertend sein und ihr eigenes Leben als Schablone auf ALLE anderen setzen.

Warum muss Leben und Familie genormt und bewertet werden?

Jeder hat seine Sicht, Einstellung und Lebenskonzept.

Der eine sortiert Konsum, Karriere und Familie...

Der andere Familie, Haushalt und Freizeit...

Der Nächste noch ganz anders.

Man muss nicht alles verstehen und gutheißen.

Aber man muss sich auch nicht immer das Maul zerreißen und bewerten und zerpflücken. 

Wir sind Mütter.

Auch wenn sich unsere Prioritäten unterscheiden und Ziele unterschiedlicher nicht sein können...

... so lieben wir (zumeist) unsere Kinder mit derselben Liebe.

Ich bin beschenkt mit Kindern... sie sind keine Last und kein Aushängeschild.

Sie sind Geschenke.

Sie fordern, fördern, schreien, streiten, lachen, weinen und machen auch mal was kaputt und sind richtig kleine Zeiträuber!

Aber sie sind Geschenke.

Wenn wir sie annehmen und uns auf sie einlassen, sind wir REICH!

Egal ob eins, zwei, drei, vier....

:-)

Freitag, 9. September 2016

Platz im kleinsten Bad!


Seitdem wir vor nun 1 1/2 Jahren umgezogen sind, ist nun langsam alles einigermaßen so, wie wir es schön finden, bzw. unser Geldbeutel auch :-)

Manchmal muss man immer und immer wieder Möbel schieben, verkaufen und neue kaufen... oder umfunktionieren.

Da wir super gern Möbel Second Hand besorgen (gerade mit kleinen Kindern super ;-) da Kratzer und Macken in neuen und teuren Möbeln echt ärgerlich sind!), haben wir mit wenig Geld oft einfach neue Ideen umgesetzt.

Unser Bad war eine Herausforderung. Es fehlen Wände für nen vernünftigen Schrank oder Kommode. Und mit 5 Leuten kommt doch EINIGES an Kram zusammen.

Darum muss man Lösungen für Nischen und kleine Lücken finden.


  
Das war der einzige Platz und einen hohen, schmalen und flachen Schrank unterzubringen. Gleichzeitig ist dies seit JAHREN der einzige Ganzkörperspiegel den wir je besessen haben. Wie sind wir nur jemals ohne großen Spiegel ausgekommen ;-).



  
Den kleinen Absatz habe ich dekorativ genutzt. Ein wenig hübsch soll es ja auch sein. Nachdem in unserer alten Wohnung das Bad alt und mit 70er Jahre Fliesen (in drei Variationen) zugeballert war und ziemlich dunkel und alles andere als gemütlich war, wollte ich nun gerne alles hell, weiß und freundlich lassen. Das ist so erfrischend und wohltuend und seitdem hält man sich wieder gern im Bad auf!



  
Neben der Dusche sorgen zwei Eimer für Nachschub an Klopapiere und als Sammelstelle für Dreckwäsche. Ich mag diese IKEA Tonnen! Wenn die Tonne zum platzen gefüllt ist, sind genau zwei Waschmaschinen-Ladungen drin. Passt super!



  
Neben dem Waschbecken ist eine Winkelecke abgeschrägt und somit passt dort auch NIX mehr groß hin. Kurzerhand haben wir einfach ein altes CD-Regal vom Schweden umfunktioniert. Nun sind dort griffbereit Haargummis, Spangen, Parfum, Bürsten usw.!



  
Aufgepeppt habe ich das mit Klebefolie an der Rückwand. Das ist super, da alles weiß und Ton in Ton oft schnell steril wirkt oder wie in einer Praxis... 



  
Kleine Körbchen und Dosen helfen beim Aufbewahren.



  
Hinter der Tür hat jeder sein eigenes Duschtuch hängen. Erst wollte ich alles schön einheitlich beige oder rosa machen. Aber schnell war mir klar, dass es so viel Familientauglicher ist, weil ich einfach lieber mein EIGENES Handtuch benutze und nicht nach anderen ;-). Und weil Kinder garantiert NICHT Handtücher an immer den gleichen Knopf hängen, durfte JEDER sich eine eigene Farbe aussuchen. 
Ein Farbtuper und so bunt wie meine Familie mit all ihren Charakteren.

Wenig Platz und Stellfläche muss nicht heißen, dass man den Kram von 5 Leuten nicht unterbekommt.

Sonntag, 4. September 2016

Vergebung... ICH KANN NICHT!

Wer findet sich in den Worten nicht wieder?

ABER...

heißt es immer.

Aber können wir WIRKLICH nicht vergeben?

Ganz ehrlich? So habe ich früher auch geredet und gedacht und auch gehandelt.

Und heute sicherlich auch noch oft.

Aber ich bin überzeugt davon, dass es eine Lüge ist, die unsere Seele, unsere Haltung und unsere Fähigkeiten dämpft und verseucht.

Ich bin ein sündiger Mensch voller Fehler, durch und durch.

Ich neige dazu, mit einem großen Gerechtigkeitssinn alles in Schubladen und Kategorien zu ordnen und zu stapeln.

Und dabei Unrecht als etwas wirklich schlimmes zu empfinden und auch in schlimme und weniger schlimme Kategorien einzuordnen.

Das ist FALSCH.

Haltet mich für bescheuert und verrückt, aber ich sage:

JEDE Lieblosigkeit und jede schlechte Rede über andere ist genauso falsch und verwerflich wie Mord, Ehebruch und Diebstahl im großen Stil.

Sie unterscheiden sich natürlich in der Schwere und in den Folgen und Konsequenzen. 

Aber vor Gott reicht eine klitzekleine Notlüge dass er sich nicht mehr in unserer Nähe aufhalten kann. Er hasst Sünde.

Im Vaterunser heißt es:

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern...

Was bedeutet das?

Ich habe diese Lektion auf harte, schmerzvolle, demütigende und trotzdem wirkungsvolle Weise gelernt.

EGAL was mir IRGENDWER antut:

Vergebe ich nicht, kann Gott mir nicht vergeben.

Es zählt unsere Herzenshaltung und unser Bemühen.

Und ich weiß heute, dass ich vergeben KANN, auch wenn alle Gefühle und jede Faser des Körpers dagegen sträuben will.

Weil ich glaube und überzeugt bin, dass mein Gott, der mich geschaffen hat, nichts von mir verlangt, was er nicht überzeugt ist was ich schaffen und mit seiner Hilfe leisten kann.



"Gutes mit Bösem zu vergelten ist der Weg des Teufels. Gutes mit Gutem zu vergelten ist der Weg des Menschen. Aber Böses mit Gutem zu vergelten ist der Weg Gottes."
(A.M. Hunter)