Montag, 20. März 2017

Stille...

Die größten Ereignisse-
das sind nicht unsere lautesten,
sondern unsere stillsten
Stunden. 



Dienstag, 14. März 2017

Wenn Kinder ANDERS sind...

... und in kein Raster passen.

Lange, lange habe ich überlegt, ob ich über dieses Thema schreiben soll.

Es ist ein WICHTIGES Thema. Aber trotzdem ein Thema, wo man meist ALLEIN steht und lieber den Mund hält, weil man mit Argwohn, Missgunst und Ausgrenzung zu kämpfen hat.

Ein NÖTIGES Thema, weil es oft unerkannt bleibt und dem Kind "falsche" Diagnosen drohen und es selbst unter Pädagogen kein Grundwissen aus der Ausbildung/Studium ist.

Ein AKTUELLES Thema, weil es ein Trend ist, dass viele Eltern meinen, dass ihr Kind betroffen ist. Aber Prozentual sind es nur ungefähr zwischen 2,13 und 13,59% der Kinder, bei denen die "Diagnose" gestellt werden kann.

Es geht um überdurchschnittliche Begabung bzw. Inselbegabung bzw. richtige Hochbegabung bei Kindern.

Wenn man sich austauschen möchte, mitteilen möchte oder einfach nur seine Sorgen und Probleme unter anderen erzählen möchte, schlägt einem so manches Mal unterschwellige Ablehnung entgegen, oder man wird lächerlich gemacht "was habt ihr denn bitte Probleme, euer Kind lernt wenigstens gut!"

Wenn das Kind im "unpassenden" Alter Dinge tut oder äußert, die eigentlich deutlich ältere Kinder tun, dann wird man als Eltern oft als übermotiviert abgestempelt und das Kind ist das "Opfer" von Eltern, die es dazu zwingen, BESONDERS viel zu lernen und zu können.

Manchmal ist man dazu geneigt, das Licht des Kindes krampfhaft unter den Scheffel zu stellen und jede Aufmerksamkeit zu meiden, weil es mühsam und anstrengend ist, sich zu rechtfertigen oder man müde ist, verurteilt zu werden.

Im Kindergarten kämpft man auch bei Erziehern gegen Vorurteile, die einfach aus fehlender Ausbildung in dieser Thematik herrühren, weshalb wir den Erziehern auch keinesfalls Vorwürfe machen möchten!
  
Im Großen und Ganzen bleibt diese Hochbegabung bei Mädchen viel öfter unbemerkt, weil sie ihre Langeweile und Unterforderung anders kompensieren wie Jungs und weniger "Verhaltensauffällig" werden.


Kurz zu unserer Geschichte:

Unser erstes Kind war für uns GANZ Normal und wir hatten keine Vergleichswerte.

Nachdem er bei der Geburt unter starkem Streß und akutem Sauerstoffmangel und schlechter o2-Sättigung und fehlendem Atemimpuls erst mal einige Stunden intensiv überwacht werden musste, machten wir uns längere Zeit Sorgen, ob er sich vom Gehirn gut entwickeln würde, oder ob es längerfristig Folgen haben könnte.
So etwas ist nicht ausgeschlossen und umso dankbarer waren wir, als die U´s beim Kinderarzt zufriedenstellend ausfielen.

Damit waren wir glücklich und zufrieden und alles Gut.

Dass er Entwicklungsstufen übersprang (z.B. krabbelte er NIE und begann mit 9 Monaten erste tapsige Schritte und mit genau 10 Monaten konnte er frei laufen. RICHTIG laufen) und mit 12 Monaten zu reden begann wie ein Wasserfall, das kam uns nie Besonders vor.

Mit 1 1/2 begann er Sätze zu bilden und mit 2 Jahren war sein Satzbau sehr ausgeprägt und der Kinderarzt war völlig begeistert über so einen ausgeprägten Wortschatz und so ein gewitztes Wortspiel.

Zur gleichen Zeit begann er sich für Buchstaben zu interessieren. Überall entdeckte er Worte und Buchstaben wieder und er wollte alles erklärt bekommen.Noch vor dem dritten Geburtstag konnte er alle Buchstaben (Groß- & Kleinschreibung) unterscheiden. Damit endete dieses einseitige Interesse und wir waren beruhigt, dass er nicht lesen lernen wollte, denn das sollte er sich lieber für die Schule aufbewahren.

Zu seinen ersten Worten gehörten auch Worte, die man nicht bei Kleinkindern erwartet. Denn seine Interessen waren auch nicht kindgerecht. Er war völlig fasziniert von "Tichtooood" (Übersetzung: Strichcode ;-)) auf sämtlichen Gegenständen.

Er liebte geordnetes Chaos. Spielen ging nur, wenn er ALLES an Spielzeug im Zimmer verteilt hat und danach suchte er sich eine Sache aus, mit der er sich beschäftigte. Vor allem Stapelbecher liebte er und er mochte es, wenn er verschiedene Set´s an Stapelbechern parallel ineinander und auseinander stapeln konnte.

Er "spielte" auch auf SEINE Art. Autos sortierte er auf seinem Spielteppich nach sehr eigenen Mustern und Kriterien und niemand durfte es durcheinander bringen!

Wenn ich unseren Einkauf erledigte, musste ich stets auf meinen Sohnemann warten, da er es nicht mochte, wenn im Geschäft Artikel und Konserven durcheinander waren. Er drehte die Bilder nach vorn und auch wo er schön Größer war, hat er es immer noch geliebt, zu sortieren und seine kleine Schwester wurde darin eingewiesen ;-).

Trotz dieser Liebe für Ordnung in Geschäften, konnte er eine geregelte Ordnung in seinem Zimmer nicht ohne Hilfe herstellen. Ihm erschlossen sich nicht die Merkmale, die ich für ordentlich gehalten habe. Seine kleine Schwester konnte ihm da trotz fast 4 Jahren Unterschied Hilfestellung geben. Das war sehr süß anzusehen, wie sie ihm zeigte, was noch wo hingehört. 

Mit drei Jahren begann er sich für Zahlen zu interessieren. Er zählte ALLES. 

Er wollte immer wieder, dass wir ihm Aufgaben stellen. Er liebte es, wenn man mit ihm kleinere Rechenaufgaben anging und er wollte sehr bald vom Einerbereich in den Zehnerbereich rein und ab da dauerte es nicht lange bis zum sicheren erkennen der Zahlen im Hunderterbereich.

Im Auto rief er immer wieder entrüstet: "Papaaa, fahr langsamer, ich kann sonst nicht die Hausnummern kontrollieren, ob sie richtig sind!"

Im Kindergarten kontrollierte er die TÜV-Plaketten der Erzieher und wies sie darauf hin, wenn sie bald dran waren.

Mit drei Jahren konnte er die wichtigsten Telefonnummern auswendig und ab und zu rief er heimlich bei seinem Opa an (er versteckte sich gern unter unserem Bett um das zu tun, wenn wir ihm Dinge verboten hatten und er nicht einverstanden war) und fragte ihn dann, ob er ihn abholen könne. Diese Erinnerung gehört auch bei dem Opa zu den lustigsten Anekdoten, die immer gern erzählt werden.

Er konnte mit 4-5 Jahren Kontinente zuordnen und lernte wissbegierig Länder, Flaggen und Tiere in seinen heißgeliebten Kindersachbüchern. 

Ich konnte ihm am glücklichsten machen, wenn wir in der Stadt Sachbücher für Kinder gesucht und gekauft haben.

Sein stolzester Besitz war ein Globus von seinem Onkel und der alte Schulatlas vom Papa.

Im Kindergarten galt er als "Auffällig", weil er nicht in das Entwicklungsraster passte.

Statt malen, basteln und Rollenspielen als Superhelden, suchte er viel lieber Kontakt zu seiner LIeblingserzieherin oder fragte die Kinder nach ihrem Alter und Geburtstagen.

Mit 5 Jahren bildete er die Quersumme aus dem Alter seiner Kindergartengruppenkinder korrekt und begann desweiteren recht sicher im Hunderterbereich PLUS zu rechnen.

Als er eingeschult wurde und ich die Bücher gekauft habe, war er soooo aufgeregt, denn wir mussten das Mathebuch kaufen! Seine Reaktion beim ersten Blick in das Buch waren so ein enttäuschter und verzweifelter Blick und Wut und Tränen: "Ich dachte in der Schule darf ich richtig rechnen lernen! Da sind ja nur bunte Bilder drin!". Das war sehr schwer für uns, mit seiner Enttäuschung umzugehen.

Die Probleme kamen recht schnell im Schulalltag. Er war ein guter Schüler. Auch die Elternsprechtage waren sein Wissen und lernen betreffend sehr gut. Aber der Frust in ihm wuchs. Jedes Gespräch in die Richtung der Unterforderung bei den Lehrern wurde eher belächelt.

"ALLE Eltern meinen, dass ihre Kinder sehr begabt sind."

Mehr passierte nicht.

Der Frust unseres Sohnes wuchs und uns waren die Hände gebunden. Er war lustlos und genervt. Aus Eigeninitiative forderte er seine Klassenlehrerin auf, ob sie ihm nicht schwere Aufgaben geben könnte. (Anm.: seine Lehrerin war eine großartige, liebevolle Lehrerin. Ihr gebe ich da keine Schuld oder so. Eher dem Bildungssystem an sich als Ganzes!)

Als er Ende der zweiten Klasse zum Klassenclown mutierte und ein echter Störenfried wurde, hat die Lehrerin mit ihm geredet und seinem Wunsch nach Beschäftigung mit schweren Aufgaben nachgegeben. 

Daraufhin wurde ich zum Gespräch gebeten.

Und es dauerte nur wenige Tage, da war er ein Schüler in Ende der dritten Klasse.

Das war emotional schwer, wenn auch lerntechnisch kein Problem.

Aktuell ist er in der achten Klasse und kommt super mit. Mit einigen Tiefen und auch frustreichen Phasen.

Auch ist es nicht Ohne, wenn alle Kinder der Klasse locker 1 1/2 Jahre älter sind und thematisch pubertätsbedingt einfach schon in anderen Bereichen unterwegs sind.

Da gibt es viele Vor- und Nachteile, wenn man das Kind eine Klasse überspringen lassen muss/darf, wenn es schon in der "normalen" Klasse das jüngste Kind ist.

Aber es war kein Spaziergang. Emotional. Kräftemässig.

Auch aktuell zeigt es sich, dass Kinder/Menschen mit höherer Begabung oft Probleme mit "Lernfächern" statt "Logikfächern" haben.

Unser Sohn hat NIE das Lernen gelernt. Und lernen ist z.B. für Latein und Englisch und Formeln etc unerlässlich.

Ein Kind mit höherer Begabung oder gar Hochbegabung (erst ab einem IQ ab 130, den unser Sohn nicht hat und somit "nur" über dem Durchschnitt ist und NICHT hochbegabt!) benötigt genauso viel Zeit und Investition wie ein Kind mit geringer Begabung! 

ANDERS, aber EBENSO!

Ich möchte keinesfalls den Eindruck erwecken, dass ich auf Stimmungsfang bin, wie TOLL unser Sohn ist.

Er IST toll! Keine Frage!

Aber er ist es nicht, weil ich toll bin oder es geschaffen habe wie er ist.

Gott schafft ALLE Menschen nach seinem Bild und doch einzigartig! Verschieden in Begabungen und im IQ und in Talenten und Interessen.

Aber ALLE Großartig, Gewollt und Besonders.

Gott hätte uns ebenso ein Kind mit Down-Syndrom schenken können und es wäre trotzem UNSER BESONDERES und GELIEBTES Kind gewesen. 

Gott hätte unseren Sohn geistig behindert schaffen können und das Schicksal lenken können, dass der Sauerstoffmangel einen irreperablen Schaden verursacht hätte.

Das macht uns demütig.

Weil wir erkennen und wissen, dass NICHTS in unserer Hand ist.

Nicht mal unser nächster Atemzug.

Aber mir ist es ein Anliegen, dass Anderssein nicht bewertet oder gewertet werden muss.

Kinder können nichts dafür, wie Gott sie uns gibt.

Sie brauchen unsere Hilfe, unser hinsehen, Unterstützung und LIebe um zu wachsen und ihr Potenzial (EGAL in welcher Richtung!) zu nutzen!

Unsere Erfahrungen waren oft anstrengend und auch einsam, was unseren Sohn anging.

Aber ich nehme deshalb meinen Mut zusammen und schreibe darüber.

Weil jedes zweite höher begabte oder gar hochbegabte Kind bleibt UNERKANNT!!!! aus UNWISSENHEIT!!!!

Und das ist Schade.

--> HIER gibt es
gute Links und Informationen.

Auch der Kinderarzt kann bei
Vermutungen und Fragen helfen.






Donnerstag, 9. März 2017

Buchrezension: Warum jemand nicht mehr glauben kann von Tom Bisset

Buchrezension „Warum? Jemand nicht mehr glauben kann“ von Tom Bisset

Dieses Buch habe ich zufällig entdeckt und war einfach neugierig, wenn auch kritisch. Denn ich fand es etwas gewagt, wenn nicht sogar gefährlich, darauf eine umfassende und grundlegende Antwort als Autor geben zu wollen. 
Trotzdem machte es mich neugierig und so begann ich zu lesen.
Der Autor Tom Bisset gibt in diesem Buch Einblicke in viele Gespräche, die er mit Menschen führte, die ihren Glauben verlassen und hinter sich gelassen haben. Es geht dabei vorrangig um Menschen, die von klein auf in christlichen Familien und Umfeldern aufgewachsen sind und später als Jugendliche/junge Erwachsene eine bewusste Abwendung zu dem Glauben vollzogen haben.

 Schnell wird deutlich, dass es so viele Gründe geben kann, dass man die Frage gar nicht allumfassend und allgemeingültig beantworten kann. 
Trotzdem hat er vier Gründe immer wieder in Gesprächen zu hören bekommen, die zur Ablehnung des Glaubens geführt haben.
Auch zieht er Parallelen von biblischen Beispielen, wo z.B. Demas den Glauben hinter sich lässt (Phil. 24; 2. Tim. 4,10), oder die Geschichte von Hofni und Pinhas, die trotz ihres guten Vorbildes eines gottesfürchtigen Vaters Eli ruchlose Männer waren (1. Sam. 2,12- 4,22).

 Mich persönlich hat das Kapitel sehr bewegt, in dem es heißt, dass wir als Eltern uns oft so sehr das Gute und Richtige für unsere Kinder wünschen, dass wir sie regelrecht unter Druck setzen, eine Entscheidung für Gott zu treffen und beginnen, das richtige Verhalten und Denken in sie zu pressen. 

Dabei besteht die Gefahr, dass Kinder beginnen den Glauben der Eltern zu leben und das scheinbar Richtige zu tun und alles zu erfüllen, was ihnen vorgegeben wird. Statt das Evangelium vorzuleben und die Seele unserer Kinder im Gebet vor Gottes Thron zu geben und Gott sein Erlösungswerk aus Gnade tun zu lassen, besteht die Gefahr, durch Kontrolle und fehlende Erziehung zur Eigenverantwortung nur einen Namenschristen zu erziehen. 

Dies ist nach außen kaum erkennbar, wird aber oft in menschlichen Krisen offenbar, wo Außenstehende fassungslos sind, wie „DER“ oder „DIE“, die so fromm und christlich gewesen sind, ihren Glauben hinter sich lassen konnten.

Immer wieder führt der Autor den Leser zur Wurzel: Nämlich dass wir das wahre Evangelium, ein echtes Gottesbild, einen persönlichen Glauben und eine klare, mündige und eigenständige Entscheidung brauchen. Nur dies führt zur Freiheit in Christus und Wachstum und Stärkung des Glaubens und der Beziehung zu Gott. Nur so kann ein Christ verankert bei Gott sein, egal wie die Umstände sind.

„Lehrt sie! Zeile für Zeile, Grundsatz für Grundsatz, tagein, tagaus: Lehrt sie! Vom ersten Moment an, von dem sie ihr Denken gebrauchen können, bis hin zu den schwierigsten theologischen und philosophischen Disskusionen während ihrer Studienjahre an der Universität: Lehrt sie! Bringt ihnen das Wesentliche über Gott und seine Wahrheit bei. Lehrt sie, wer Gott ist, was er gesagt hat und was er von uns erwartet. Haltet nichts zurück. Sprecht über Liebe, Gnade, Sünde, Gericht und andere Realitäten bei Gott, bis sie im Leben eurer Kinder und ihrer Art, über die Welt zu denken, tief verankert sind.“ (Zitat S. 99f).
Mir hat dieses Buch erneut die Augen geöffnet, dass ich für mein geistliches Leben Verantwortung trage und dass es meine Pflicht ist, die Kinder Gottes Wort zu lehren und sie zu unterweisen. Aber dass meine Kinder NUR und ALLEIN durch Gnade Gottes gerettet werden können, nicht durch die Erziehung zu möglichst frommen, angepassten und christlichen Verhalten. 

Nur wenn sie die Wahrheit kennen, können sie sich frei dafür oder dagegen entscheiden. Aber wir können sie nicht drängen, zwingen oder einengen, damit sie entscheiden, was WIR für sie wünschen.
   

(Bisset, T. (2005): Warum? jemand nicht mehr glauben kann, CLV, Bielefeld.  ISBN: 3-89397-971-9)


downgeloadet werden! 

Samstag, 4. März 2017

Das GUTE und SCHÖNE sehen und erkennen

 Mein Sohn hört momentan gern Radio und kommt ab und zu begeistert mit Liedern runter, die er mir zeigen will.

Er hat einen kleinen MP3-Player, auf dem wir ihm Musik rüber spielen, die er dann mit seinen Jungs beim bolzen draußen hört (JEDER besitzt diesen MP3-Player und so hat jeder Lieder, die sie dann untereinander "tauschen" ;-) ist total interessant sie manchmal dabei zu beobachten). 

Da es viele Texte in Englisch gibt, die er nicht versteht, filtern wir noch etwas raus und geben nur Lieder frei für den MP3-Player, die frei von obszönen und sexistischen Inhalten sind und erklären ihm auch, WARUM wir das tun. Aber das ist ein anderes Thema ;-). Nur zum Verständnis, warum unser doch 12 1/2 jähriger nicht allein wahllos Musik aus dem Internet ziehen darf ;-).

Ein Lied hat mich zum nachdenken angeregt.
Dabei geht es auch um eine Liebe, die man gehen lässt, um zu erkennen, wie sehr man sie doch geliebt hat. Und dass man oft erst erkennt was man hatte, wenn es weg ist.

Dabei gebraucht der Text viele Vergleiche:



Du brauchst das Licht nur, 
wenn es schwach leuchtet! 


Vermisst die Sonne nur, 
wenn es anfängt zu schneien!

Weißt nur, dass du glücklich warst,
wenn du dich niedergeschlagen fühlst!

Hasst die Straße nur, 
wenn du dein Zuhause vermisst! 



Ich fand, dass die Vergleiche wirklich GUT sind und dass sie beschreiben, wie wir Menschen oft ticken.

Geht es uns gut, nimmt man es meist selbstverständlich. 

Geht es uns nicht mehr gut, vermissen wir das Selbstverständliche und sehen erst bewusst, was wir GUTES hatten.

Das GUTE und SCHÖNE wird zu schnell SELBSTVERSTÄNDLICH.

Und man strebt zu BESSEREM, zu MEHR und zu STEIGERUNG, um sein Glück wieder spüren zu können.

Hedonismus nennt man das. Das ganze Handeln und Streben ist Glück, Steigerung des Glücks und man kommt in einen Kreislauf, der irgendwann zerbrechen WIRD.

Genau wie wirtschaftliches Wachstum irgendwann stagniert, weil der Markt gesättigt ist (außer man ist eine Gesellschaft wie unsere, die Wachstum immer weiter steigert, indem man andere ausbeutet und produziert, um mindestens 50% wegzuwerfen, weil es nicht benötigt wird. Aber auch das ist ein anderes Thema!), ist auch Glück irgendwann nicht mehr steigerbar. 

Der Mensch ist ein Gewöhnungswesen, und an Glück, Reichtum und Wohlstand kann man sich gewöhnen und man braucht MEHR und MEHR und MEHR, um wieder dieses GEfühl zu haben.

WARUM können wir Menschen nicht einfach mal DANKBAR sein und ZUFRIEDEN bleiben?

Ich glaube NEID und die Kirschen in Nachbars Garten spielen eine große Rolle.

Auf einer Frauenfreizeit im November sagte die Rednerin:

Wenn das Gras in Nachbars Garten schöner aussieht als Deins, dann beginn Deinen Garten zu pflegen.

Wie wahr!

Das fiel mir bei diesem Liedtext auch ein. 

Ich gehöre zu den wenigen 10% auf dieser Welt, die REICH sind.

Ein Dach über dem Kopf, wo man enorm viel Luxus genießt: fließend Wasser, Strom, Wärme und sogar JEDER ein eigenes Zimmer!

GENUG Geld, um Essen, KLeidung und ein Auto zu bezahlen.

GESUNDHEIT, und ein Gesundheitswesen, welches zu den Top Ten im oberen Bereich gehört.

Statt unzufrieden zu sein, dass das Haus zu klein, der Garten zu mickrig, die Waschmaschine zu alt, das Auto zu unluxeriös, das Sofa zu hässlich UND UND UND...

... sollten wir voll Dankbarkeit gegenüber Gott und Demut und Zufriedenheit unseren Garten pflegen und lieben.

Dann sehen wir nicht erst bei Verlust, was wir doch Gutes hatten.