Dienstag, 28. Juni 2016

Frauenbild- und die Schönheit unserer Töchter

Das ist ein Thema, was mir schon lange unter den Nägeln brennt.

Aber es ist so vielschichtig und sensibel, dass die Gefahr GROSS ist sich zu verhaspeln.

Auch möchte ich niemanden angreifen oder dass sich jemand unterschwellig verurteilt fühlt.

Es geht einfach nur um meine Sichtweise zu dem Thema und die Gedanken, die man sich als Eltern von Mädels so macht.


Ich (Wir) machen uns Sorgen.

Wir leben zwar in einer "modernen" Gesellschaft, in der Frauen taff und selbstbestimmt und gleichwertig auf Augenhöhe mit Männern leben.

Wir leben in einer Zeit, wo fast alle Ziele für Frauen durchgesetzt sind (naja guuuut, es gibt noch ungleiche Bezahlung und eine nicht überall durchgesetzte Frauenquote... aber das Frauen nun mal älter werden wie Männer und es viele Frauen gibt, die aus freier Entscheidung nicht die Karriere machen wie Männer ist für mich auch eine Begründung, aber das wäre ein zuuu auschweifendes Thema. Zumindest KÖNNTE und DÜRFTE jede Frau Karriere machen und sich gegen das Gegenmodell mit mittelmässiger Karriere und dafür Kinder/Familie etc entscheiden. Aber wie gesagt... anderes Thema ;-))

 Und trotz der Errungenschaften für die Gleichberechtigung der Frauen und ein ebenbürtiges Frauenbild auf Augenhöhe ist es eine Zeit, in der Frauen sich selbst billiger denn je und sexistischer denn je in Szene setzen und gegen Geld in Szene setzen lassen.

Und trotzdem gibt es degradierende Werbung mit mehr nackter Haut von Frauen, die das Bild vermitteln, dass nur nackte Haut und schönes Äusseres uns einen Wert und Ansehen verschaffen. (Oder meint ihr, dass Deo und Duschgel sich mit Lieschen Müller 08/15 sich ebenso verkaufen lassen würden?)

Und trotzdem kaufen Frauen Kleidung, die möglichst viel nackte Haut zeigen, wo der Fantasie wenig Spiel gelassen wird, welche Wäsche XY denn heute so trägt.

Und trotzdem schminken sich schon manche KINDER (jaaaa, ich denke mit 11-15 ist man noch richtig KIND, auch wenn schon die Pubertät los geht und die Entwicklung zur Frau sichtbar wird!) wie Frauen, die ich eher dem Nachtleben zuordnen würde.

Und trotzdem gibt es in den Kleidergrößen 92-128!!! (das tragen Kinder mit 1 1/2- 8 Jahre im Schnitt!!!!) in normalen Bekleidungsgeschäften Klamotten, die nicht vorhandene Reize in Szene setzen sollen (oder was sonst haben ausgeschnittene Schulterelemente, Leoprint mit Spitze etc. an Kinderkleidung zu suchen?!).

 Und trotzdem wird kleinen, unschuldigen Mädchen von klein auf mal mehr und mal weniger beigebracht, dass es sehr wichtig ist mit Schminke und Nagellack und schicken Kleidchen usw. sich schön zu machen, um Aufmerksamkeit zu bekommen und wahrgenommen zu werden (Anm.: ich habe noch nie einen Vater zur Tochter in Jeans und vom spielen dreckigen Shirt und zersausten Haaren sagen gehört: "Du bist meine wunderschöne Tochter. Du bist wundervoll!"... diesen Satz bekommen Mädchen doch oft dann, wenn sie wie aus dem Ei gepellt sich dreht um dem Papa den schicken Rock/Kleid zu zeigen).

Bitte nicht falsch verstehen. Es soll nicht Kleider und Schminke und Körperpflege verurteilen.

Sondern ich möchte damit ausdrücken, welchen Stellenwert Äusserlichkeiten und Aussehen den Mädchen von Klein auf suggeriert werden.

Und ich glaube, dass wir damit wertvolle Zeit der Prägung verlieren können.

Bis zu einem gewissen Alter (aus meiner Erfahrung mit Kindern schätze ich es ca von 0-9 Jahren ein) sind Mädchen noch offen was ihr Selbstbild und Selbstwahrnehmung angeht und in ihrem Empfinden ihrer Weiblichkeit gegenüber noch zu prägen. Und wir können ihr Denken und Wahrnehmen fördern und fordern und somit dem Handeln (Handeln ist meist eine Folge der Prägung und des Denkens und der moralischen Einstellung) eine Basis vermitteln. Das finde ich sehr wichtig als Vorbereitung auf die sensible Phase der Pubertät, um aus ihnen stabile und geerdete Frauen wachsen zu lassen. Es gibt zu viele Mädchen/Frauen, die sich reduzieren, billig "verschenken/verkaufen" und dem Äusseren mehr Aufmerksamkeit und Pflege zukommen lassen als ihren Herzen und Charakter.

Und das Schminken und Nägel lackieren und alles drumherum muss man nicht fördern, denn das Bedürfnis danach sich und seine Weiblichkeit zu entdecken und gestalten und betonen, das kommt ganz automatisch mit der Pubertät. Das muss nicht früher geweckt werden und gefördert werden.

Ich glaube KIND sein ist bis zu einem gewissen Alter das gesündeste und prägenste für Mädchen und Jungen. So können auch Mädchen unvoreingenommen ihren Wert und Können und Talente und Begabungen austesten, ohne sich schon selbst auf ihr Äusseres zu begrenzen oder ihre Fähigkeiten darauf reduzieren.

EGAL was die Gesellschaft sagt und tut...

... WIR Eltern haben die Basis der Kinder und der Erwachsenen der Zukunft ein Stück weit in der Hand.

Und meine Töchter sollen das gesellschaftliche Bild der Frau und das reduzierende und billige und schamlose Bild der Frau ganz klar kritisch betrachten und sich nicht davon beirren lassen.

Sie können MEHR als nur schön sein!

Donnerstag, 23. Juni 2016

Helikopter Eltern

Ich habe einen interessanten Artikel gelesen, den ich so gut finde, dass ich ihn teilen muss. Denn er gibt so ziemlich das wieder, was mich im Alltag bewegt, wenn Eltern mit großen Augen fragen:

"Waaaas, Deine Tochter (8 geworden) darf schon mit dem Fahrrad bis zur Schule fahren (über eine Kreuzung und ca 1- 1,5km und mit 1-2 anderen Kindern)? Ist das nicht viiiel zu gefährlich? und ist das nicht vielleicht verboten?" 

"Du lässt Deinen Sohn (11) allein an einer Schnellstraße (Anm.: da ist ein Radweg!) 2-3 km mit dem Fahrrad bis zu einem Supermarkt fahren um da Chips vom Taschengeld zu besorgen?"

Und ich könnte da fortfahren über Erfahrungen aus meiner Zeit im sozialen Bereich einer Schule von Erfahrungen und Beobachtungen zu erzählen.

---> Dieser Artikel lies mich nur bestätigend nicken und ist absolut lesenswert!

Samstag, 18. Juni 2016

Meine Gefühle- und mein Umgang damit

"Mein Gefühl, wie ich mit Situationen und Gefühlen umgehe, die durch und zwischen Menschen entstehen oder von und durch andere Menschen/ Situationen ausgelöst werden, offenbaren eine ganze Menge darüber, wie es mir mit Gott geht."


Meine Gefühle und wie ich damit umgehe, können aussagen, ob ich mich auf Gott zubewege oder eher von ihm weg bewege.


Wir Menschen neigen dazu, gerade unsere negativen Empfindungen gerne beiseite zu schieben. Wegzudenken. Zu ignorieren. Oder verbieten sie uns zu fühlen.

Dabei wäre es viel gesünder, genau hinzusehen/fühlen und zu überlegen, woher sie kommen, wie sie ausgelöst wurden und wie sie uns beeinflussen.

Meine Gefühle veraten manchmal durch ihre Folgen in meinem Denken und dann Handeln mehr als mir gefällt und was ich vielleicht gar nicht möchte, dass andere es sehen.

Zum Beispiel: Wenn ich von jemandem zutiefst verletzt wurde und es aber nicht zugeben möchte, dann beeinflusst es meine ganze Tageslaune. Unterdrückter Schmerz, Trauer, Wut und vielleicht sogar Hass (den ich natürlich ignoriere, weil Hass Sünde ist und ich es nicht zugeben möchte). Die Folge sind Ungeduld und Lieblosigkeit und können dann Menschen treffen, die damit nichts zu tun habe. Z.B. in Form von schroffen Ton gegen meine Kinder, wenn sie was verschüttet haben oder so.

In manchen Momenten ist man heilfroh, dass niemand in den Kopf gucken kann und sieht, was für Gedanken und Gefühle sich da so aufbrauen. 
Innerlich weiß man nämlich SEHR genau, dass sie nicht sehr positives Licht auf uns werfen! 

Veränderung kann dabei nur geschehen, wenn ich hinsehe, was mich aufwühlt und was ich fühle, warum ich es fühle und mich dem Zorn, Furcht, Eifersucht, Neid, Verachtung, Verzweiflung und Scham stelle.

Ich darf es wie David in den Psalmen vor Gott rausschreien und weinen. 

Indem ich ehrlich zu meiner Verletzlichkeit durch mein Fühlen stehe, die durch Menschen und durch Menschen verursachte Umstände entstehen, kann ich Befreiung und Trost und Heilung empfangen.

Ich MUSS kein emotionsloser Panzer werden, dem nichts mehr gefährlich oder verletzend sein kann. Denn dadurch werde ich Beziehungslos und unfähig aus tiefster Seele die GUTEN Gefühle zu genießen und zu Leben und zu empfangen.

Ich muss nicht mein Innerstes versperren und ignorieren.

Denn ich weiß: Da wo ich zerbrochen bin, wo meine Gefühle so stark Schmerz und Trauer auslösen und wo ich meine die Realität des Lebens nicht ertragen zu können, da wartet Gott auf mich um mir einen übermenschlichen Trost und Mut und Kraft zu geben.

Gott meint es GUT mit mir.

Die ganzen Psalmen und ihre Schreiber laden dazu ein und machen es vor:

Komm zu Gott und schütte Dein Herz und alle Gefühle vor ihm aus!

Schrei im Zorn wie David zu Gott (z.B. Ps.58,7) und lass Deine Wut da raus, wo sie Dir nicht zur Sünde wird (Ps. 37,7-10). Lass es zu, dass Gott Deinen Zorn abkühlt und er Dich tröstet, für das, was andere Dir tun. Vertrau Gott, dass er Dir Recht verschaffen wird.

Gib all Deine Angst bei Gott ab und vertraue auf Gott, dass er keine Fehler macht (Ps. 13). 

Die Verzweiflung und Zweifel ob er hilft sind bei ihm gut aufgehoben (Ps.22,2 ff).

Die Verachtung die uns entgegengebracht wird und wir vielleicht anderen antun aus Verletzung (Ps. 22,8 ff).

Auch unsere Scham und Schuld, die wir immer wieder auf uns laden, brauchen wir nicht verstecken und eine Fassade davor bauen (Ps.25). Sondern wir dürfen es David nach machen und alles vor Gott bringen.

Die Psalmen lehren mich VIEL über den Umgang mit meinen Gefühlen.

Und ich darf mich ganz bewusst dazu entscheiden, dass ich Gefühle fühlen darf und sie DA sind und ich muss sie nicht wegsperren und wegdenken aus Stolz und Scham und Menschenfurcht.

ABER ich entscheide mich auch ganz bewusst dazu, dass meine Gefühle nicht die Gewalt über mein Denken und Handeln haben.

Ich möchte das Gute und das Richtige tun- EGAL was ich spüre und wie mir Zumute ist.

Aber meine Gefühle und wie ich damit umgehe und wie ich danach Denke und Handele, sagen mir, ob ich mich zu meinem Gott hinbewege oder mein eigenes Ding mache.

(Diese Gedanken und Formulierungen und Ideen stammen aus einer für mich SEHR lehrreichen und großartigen Predigtserie von --> Jürgen Fischer von www.frogwords.de. Sie haben mir geholfen, mich zu hinterfragen und über das große Thema nachzudenken und bewusster damit umzugehen.) 
 
 

Dienstag, 14. Juni 2016

DIY- Kinderküche

Dieses Unterfangen stand schon länger an.

Daher habe ich schon lange auf Kleinanzeigen nach einer Kommode gesucht.

Als ich ein altes und ramponiertes Stück aus Massivholz gefunden habe, ging es ans schleifen, schleifen, schleifen und nötige Teile kaufen.

Das lackieren brauchte Zeit und Geduld, bis es deckend war auf dem dunklen Holz.

Hinten haben wir als Rückwand Bretter verschraubt und tapeziert.

Aber seht selbst:


 In diese Küche hätte ich mich als Kind sofort verliebt. Sowas habe ich nie besessen und genau darum hat es mr noch mehr Freude bereitet!









Diese Regale sind bei --> Ikea Serie "Bekvam" zu kaufen. Sie sind von der Größe einfach super für das Mini-Geschirr und Zubehör.




Die zwei Metalltöpfe  sind aus einem Sonderposten ein Schnäppchen gewesen. Der Wasserhahn ist aus dem Baumarkt und die Spüle ist ein Fressnapf für Tiere (gibts in jedem Tierfachgeschäft).


 
  
Diese Türknöpfe habe ich in einem guten Preis-Leistungsverhältnis bei --> Jay Knopf über Amazon gefunden.





Bei der Gestaltung des Herdes habe ich mich schwer getan. Es soll ja nicht zu teuer kommen und trotzdem gut aussehen. Daher habe ich gegooglet und gesucht und die Idee gefunden: ein Bilderrahmen und dann mit Pappe die Kochfelder gestalten. 




Die Tapeten waren noch Reste von einer Wand im Haus und von der Stabilität und Festigkeit genau das Richtige. Diese Tapeten (und ähnliche) findet man von --> A.S. Creation (über Amazon zu guten Preisen!). Ich habe sie mit starkem Bordürenkleber Kindersicher angeleimt. Die Beleuchtung haben wir von --> Ikea (LEDBERG Lichtleiste) und fanden es eine süße Idee. Kommt bei den Kindern auch richtig gut an, dass es eine eigene Beleuchtung gibt!



  
Wir sind total glücklich ein echtes DIY-Projekt mit der Kinderküche gestaltet zu haben.

Darum nehmen wir am "Creadienstag" teil.

Dienstag, 7. Juni 2016

Das Meer

Das Meer hat eine tiefe Anziehungskraft auf mich.

Wenn Stress und Anstrengungen zu viel sind, dann sehne ich mich in den Norden und nach dem Salz in der Luft, den schreienden Möwen und dem rauen Wind.

Bald geht es navh fast drei Jahren Pausen in meinen geliebten Norden und ich freue mich wie ein Kind über einen Keks!
































































Diese Fotos sind mein Eigentum und Kopieren und Weiternutzung ohne schriftliche Erlaubnis verbiete ich hiermit ausdrücklich!

Donnerstag, 2. Juni 2016

Immer ONLINE?!

Immer ist es da...

... das Smartphone.

Finde DIESE Talkrunde von Hart aber Fair super interessant.

Denn es ist ein Thema, was auch mich persönlich nachdenklich gemacht hat.

Es kann natürlich Beziehungen und Kontakte vereinfachen...

... z.B. wenn man schreiende und Telefon-fixierte Kleinstkinder hat. So kann man eben flott ne Sprachnachricht senden, und entspannt die Antwort abhören, wenn alle Kinder beschäftigt sind.

... z.B. wenn man mehrere Familienmitglieder hat und man Termine vereinbaren muss.

... z.B. wenn man Freunde in aller Welt hat.

usw!

Aber es kann auch die Realität verzerren.

Es kann das Selbstbild verzerren.

Es kann den Bezug zur Wichtigkeit der eigenen Person stören.

Es kann die Entwicklung der KINDER stören und verkümmern lassen (weil immer mehr Kinder ein Smartphone besitzen. In meinem Job habe ich Viertklässler gehabt, die Smartphones und sogar ein Iphone besessen haben!!!!!).

Es kann eine Beziehung und Freundschaft zu Intim und eng gestalten und Prioritäten verschieben.

usw!

Finde das Thema sollte ruhig in allen Familien und Freundschaften und Beziehungen mal thematisiert und hinterfragt werden.

ICH habe W-Lan Pausen für mich.

Ebenso habe ich mein Smartphone NICHT permanent in der Tasche.

Auch habe ich Grenzen für mich persönlich gesteckt für die Nutzung von Social Media und Daten.

Aber finde es trotzdem spannend und denke, dass jeder für sich selbst damit bewusst Grenzen und Möglichkeiten ausloten muss.