Dienstag, 31. Januar 2017

Besuch im Winter

Seit ca drei Wochen kommt auf unsere Terasse regelmässig mehrmals täglich ein hübscher, kleiner Gast!




Eine stattliche Amsel, die sich bei gefrorenem Boden über eine milde Gabe und Körner freut!

Sie ist recht forsch und bleibt auf einen halben Meter Abstand stehen, auch wenn ich die Terassentür öffne und ein paar Körner zu ihr werfe.

Es ist immer dieselbe Amsel, wir erkennen sie an einem prägnanten Merkmal.


  

Unsere Jüngste freut sich immer wieder über diesen hübschen Besucher und wenn sie am frühen Morgen noch nicht aufgetaucht ist, dann wird sie gerufen: " Pieeeeep, komm, Pieeeep. Komm esse. Komm komm!"

Dann geht sie zielstrebig an unsere Schublade mit diversen Körnern und Nüssen, die eigentlich fürs Müsli und Backen und Salate sind, und gibt dem Vögelchen ein bisschen was ab.

Und ich denke mir: wie schön ist es, dass ein kleines Kind schon lernt etwas abzugeben und zu teilen und sich zu freuen, wenn der andere sich auch freut!

Herzerwärmend!

Wird langsam Zeit unserem Besucher einen Namen zu geben ;-) 

Donnerstag, 26. Januar 2017

Was bleibt?

Manchmal, wenn in unserer Gemeinde jemand verstorben ist, dann gerät man ins nachdenken.

Oft gibt es einen Nachruf über das Leben dieser Person in unserem Gemeindeblatt, wie sie die Kindheit verbrachte, welche Schicksalschläge sie getroffen hat und wie das Leben der Person sonst verlaufen ist.

Gerade bei den älteren Personen sind aufgrund des Geburtsjahres vor/im/kurz nach dem Krieg viele Biografien, die von Entbehrungen, Leid und traurigen Begebenheiten geprägt sind.

Mich beeindrucken diese Lebensgeschichten, denn es sind Erfahrungen von gläubigen Gemeindemitgliedern, die ihren Glauben nie verlassen haben und sich ein ungeteiltes Herz bewahrt haben. EGAL wie die Umstände waren.

Ich frage mich, was bleiben wird, wenn ich (früher oder später) mal mein irdisches Leben verlassen muss. Ob meine Biografie davon erzählen wird, dass meine Lebensumstände meinen Glauben gefestigt haben, oder ov ich ein Fähnchen im Wind war.

Mir helfen diese Lebensberichte sehr, um erinnert zu werden, dass das irdische Leben zu Ende gehen wird. Auch wenn ich aufgrund meines Alters noch nicht damit rechne in der nächsten Zeit "dran" zu sein. Und GERADE deshalb ist es gut, diese Erinnerung zu haben.

Wie schnell lebe ich töricht und drehe mich nur um Dinge, die unnötig und absolut sinnlos sind.

Wie oft vergeude ich Zeit und Energie mit Blödsinn von absolut minderwertiger Qualität! 

Ich möchte mir viel öfter die Frage stellen, ob ich Dies oder Jenes auch befürworten würde und tun würde, wenn ich WÜSSTE, dass meine Lebenszeit z.B. nur bis nächste Woche begrenzt wäre.

Würde ich dies oder jenes Buch lesen, Film gucken, Freunde treffen um Zeit totzuschlagen, im Internet ziellos rumsurfen, am Smartphone Nachrichten verschicken ohne wirklich relevante Inhalte... und so weiter... wenn ich nur noch eine begrenzte Anzahl von Tagen zu leben hätte?

Wieso muss mir immer erst was genommen werden, um die Weisheit zu haben, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden?

Wieso werde ich erst konsequent in meinem Denken und Handlungen, wenn ich nicht mehr genug Zeit habe, Wichtiges und Unwichtiges miteinander zu verflechten?

Nichts gegen ein Buch, Film oder WhatsApp :-), es ist nichts verwerfliches an sich diese Dinge zu nutzen. Ich möchte nicht zur Gesetzlichkeit und Askese aufrufen, auf keinen Fall! Mir geht es darum, dass wir BEWUSSTER leben sollten, um das gesunde Maß nicht zu verlieren und VERANTWORTUNG für unsere ZEIT tragen. 

Ganz nach einem Gebet des Mose in Psalm 90,12: 
 "Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden."

Sonntag, 22. Januar 2017

Das Paradox unserer Zeit...

  Einer unserer Gemeindeleiter hat in unserem Gemeindebrief sehr gute Gedanken für seine Andacht genutzt.

Mich haben sie sehr berührt und beschämt, weil wir wirklich ALLES haben, aber auch vieles verlieren, durch unseren Reichtum!

Ich lasse diese Worte mal ohne weiteren Kommentar meinerseits wirken:


Das Paradox unserer Zeit ist:

Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien.

Mehr Bequemlichkeit, aber weniger Zeit.

Mehr Ausbildung, aber weniger Vernunft

Mehr Experten, aber auch mehr Probleme.

Mehr Medizin, aber weniger Gesundheit.

Wir haben unseren Besitz vervielfacht, aber unsere Werte reduziert.

Wir haben größere Bildschirme, aber kleinere Herzen.

Wir wissen wie man sein Lebensunterhalt verdient, aber nicht mehr wie man lebt.

Wir haben dem Leben Jahre hinzugefügt, aber nicht den Jahren Leben.

Wir haben die Luft gereinigt, aber unsere Seelen verschmutzt.

Wir können Atome spalten, aber nicht unsere Vorurteile.

Wir planen mehr, aber erreichen weniger.

Es ist die Zeit der schönen Häuser und des zerstörten Zuhause...

 (Verfasser Dr. Bob Moorehead)

Dienstag, 17. Januar 2017

Creadienstag- Windeltaschen DiY

Ich liebe es selbstgemachte Dinge zu verschenken!

Und zur Geburt eines neugeborenen Menschlein kann man gerade mit Windeltaschen ein praktisches Geschenk machen.

Aus Erfahrung weiß ich, dass man in der oft riesigen Wickeltasche einhändig (in der einen Hand hält man oft das heulende Kind) schwer alle Sachen auf einmal zu greifen bekommt.

Ich habe meine Windeltasche geliebt, bzw liebe sie immer noch ;-). Allerdings kann mein jüngstes Kind schon laufen und somit ist es nicht mehr GANZ so dringend, dass ich ALLES mit einem Griff schnappen können muss.

Und ich liebe das Farbspiel mit den Stoffen!





































































  

Ich liebe das experimentieren mit Farben und Mustern.
Auch bin ich nicht festgelegt auf einen Stil.

Mal begeistert mich der Shabby-Trend in creme und beige.

Mal liebe ich es Pink und Grün zu kombinieren, um diese Lebensfreude von Kindern Farbe zu verleihen!

Und besonders begeistern mich kindliche Webbänder. Aber die Fotos davon sind noch auf dem Handy, die werde ich mal in einem zweiten Beitrag zeigen!


Ich zeige meine Windeltaschen bei Creadienstag.

Dienstag, 10. Januar 2017

Zucker Zucker Zucker

Alles süß, oder was?

Ernährung interessiert mich ziemlich.

Vor allem, seitdem ich Kinder habe.

Allerdings gehöre ich nicht einer "Gruppierung" an, die ihre Ernährung fast religiös ausübt. Sondern ich interessiere mich einfach für Essen und das gesunde Maß und welche industriellen Zusätze/Zutaten Einflüsse haben.

Zucker ist mittlerweile in fast allen industriellen Lebensmitteln drin.

Das Problem an Zucker ist, dass Produkte sogar als "ohne Zuckerzusatz" deklariert werden dürfen, obwohl es wahre Zuckerbomben sind. Das liegt daran, dass nur industrieller Kristallzucker/Traubenzucker etc deklariert werden muss, wenn er beigefügt wird. Konzentrierter FRuchtzucker muss das NICHT.

Wenn man also z.B. diese kleinen bunten Mini-Joghurts kauft und meint seinen Kindern "ohne Zuckerzusatz" fruchtig-gesunden Joghurt zu geben, dann ist es in Wahrheit eine echte Süßigkeit und kein Lebensmittel zum ernähren/satt werden.

BEISPIEL: In EINEM kleinen! bunten Becher Fruchtjoghurt für Kinder (wo ohne Zuckerzusatz drauf steht!), sind umgerechnet drei Stück Würfelzucker drin (in Form von konzentrierter Fruchtsüße).   


 Empfohlen ist eine Zuckermenge von 50-60 Gramm bei ERWACHSENEN! nicht zu überschreiten, weil dies gesundheitlich bedenklich ist und Erkrankungen fördert. Das sind ca. 15-18 Würfel Zucker am Tag.

Wenn man überlegt, wieviel Zucker man in Tee oder Kaffee nimmt, dass Ketchup in einer 500ml Flasche 40 Würfel Zucker hat und in vielen auch deftig-salzigen Lebensmitteln Zucker als Geschmacksverstärker drin ist (gerade in fettarmen Produkten!), dann hat man seine "gesunde" Dosis an Zucker extremst schnell überschritten!

Es ist spannend, wenn man mal bewusster konsumiert und mal auf den Zutatenlisten schaut, wieviele Zuckerarten es gibt und wo es wirklich drin ist!

Unter diesen Namen findest Du Zucker in den Zutaten:

  • Saccharose
  • Maltodextrin
  • Dextrose
  • Glucose / Glucosesirup
  • Honig
  • Sirup / Dicksaft
  • Fruchtzucker / Fruchtmark

Hier sind gute Links:



Hier sind interessante Filme:

 --> Voll verzuckert 
 

Mittwoch, 4. Januar 2017

Nur mal so Nebenbei... Ein paar Gedanken zu "political correctness"...

... political correctness ist für mich eins der (Un-)Worte des Jahres 2016.

Irgendwie nimmt es jeder hin und hinterfragt es nicht.

Aber seit wann braucht man political corectness?

Ist es nicht eher so, dass JEDER Mensch durch Erziehung und Prägung und eine gesunde Gesellschaft Werte, Moral, angemessenes Benehmen und Nächstenliebe kennenlernt und nachahmen lernt?

Oder zumindest SOLLTE?

Ist unsere Gesellschaft und die Bindungen und Beziehungen schon so "erkrankt", dass es eine political correctness braucht?

Schreibe ich das überhaupt richtig?

Müssen wir gegenüber Minderheiten, Unbekannten, Kranken, Behinderten, Ausländern, Muslimen und Andersgläubigen und und und (was es noch an "Anders" gibt)... wirklich ein anderes, gewählteres oder besonders korrektes Verhalten anwenden?

Macht diese political correctness nicht erst "Andere als die Norm" zu Außenseitern und das Miteinander nicht zur anstrengenden, krampfigen Bemühung "KORREKT" die Minorität zu betonen?

Ich finde es alles QUATSCH.

Denn korrektes Benehmen, Sozialisation und Feingefühl für unseren Nächsten sollte jeder Mensch im Rahmen der Erziehung, Prägung und Sozialisation verinnerlichen.

Und die Menschen, die das Privileg der guten Kinderstube, Sozialisation und Prägung nicht hatten, die wird eine "political correctness" ganz sicher nicht abhalten, sich wie Vollpfosten zu benehmen.

Ich finde auch, dass man Kindern ihre Neugier und freien, ungezwungenen Umgang mit "Anders sein" lassen sollte.

Und da spüre ich, wie sehr ich schon den Druck der "political correctness"in mir spüre. 

"Kind, nicht so auffällig gucken", wenn das Kind einen behinderten Menschen mit auffälligen Bewegungen beobachtet.

Kinder sind neugierig und nicht wertend, warum sollen sie NICHT gucken? Wir mahnen sie auch nicht weg zu sehen, wenn sie gesunde Menschen beobachten.

Ich glaube vielmehr können wir Erwachsenen von den Kindern wahre "correctness" lernen im Umgang mit "Anderssein".

Meine Jüngste z.B. hat mich viel gelehrt, als sie an der Kasse im Supermarkt einen sehr dunkelhäutigen Menschen erst begutachtete und dann vorsichtig die Hand angefasst hat, weil sie neugierig war, warum diese Hand so anders aussieht als unsere hellen Hände. Die Reaktion war so freundlich und meine Tochter lächelte den Menschen an und das Eis war gebrochen. So "Anders" ist niemand, als dass man nicht die Sprache der Neugier und eines ehrlichen Lächeln versteht.  

Nicht falsch verstehen ;-) Erwachsene müssen jetzt nicht andere Menschen anfassen, das überschreitet nun auch Grenzen. Aber als Kind begegnet man "Anders" mit Neugier und nicht mit Distanz oder Angst oder mit übertriebener Freundlichkeit oder unnatürlicher und political correctness in der Stimme und Benehmen.

Meine größeren Kinder haben in ihrem Umfeld Menschen und Kinder mit Handicap. Und auch da lernt man so viel von den Kindern und dem wirklich korrekten Umgang mit "Anders sein".

Da muss das Rollstuhlkind mal kurz aus dem Rollstuhl raus, damit die anderen es testen können und flitzen damit durch die Gegen, machen Rennen und stoppen die Zeit, ob Fahrrad oder Rollstuhl schneller ist.

Da bekommen die Kinder MIT Handicap beim spielen genauso Ansagen und Rüffel und niemand wird in Watte gepackt oder political correctness nur betuddelt und besäuselt. 

Weg mit der political correctness und her mit offenen Augen und Verstand im Alltag!

Lernt von den Kindern und werdet wie sie!

Political correctness macht nämlich erst "Andere" zu "Fremden" und zu anstrengenden Außenseitern!